Verfassungsschutz: Rechtsextreme unterwandern Pegida-Filiale

6. Jänner 2015, 16:22
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Bei den Veranstaltungen der "Bärgida" in Berlin seien zuletzt bekannte Rechtsextremisten aufgetreten

Berlin - Der Berliner Ableger der islamfeindlichen Pegida-Bewegung wird nach Einschätzung des deutschen Verfassungsschutzes (Inlandsgeheimdienstes) von Rechtsextremen unterwandert. "Das, was wir hier in Berlin haben, sind vor allen Dingen durchaus auch rechtsextremistisch gesinnte Personen, die versuchen, ein Thema zu okkupieren und Unzufriedenheit von Bürgern zu nutzen."

Das sagte der Berliner Verfassungsschutz-Chef Bernd Palenda am Dienstag im Inforadio des rbb. Zuvor hatte CDU-Generalsekretär Kai Wegner davor gewarnt, die Pegida-Anhänger in die rechte Ecke zu stellen.

Am Montag waren in Berlin 5.000 Menschen gegen eine Demonstration der islamfeindlichen Pegida-Bewegung auf die Straße gegangen und hatten deren Aufmarsch blockiert. Die etwa 300 Anhänger des Berliner Pegida-Ablegers Bärgida ("Berliner Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes") konnten ihren Versammlungsplatz am Roten Rathaus nicht verlassen.

Bei den Veranstaltungen der Bärgida seien zuletzt bekannte Rechtsextremisten aufgetreten, sagte Verfassungsschutz-Chef Palenda dem rbb. Sie hätten auch versucht, die Steuerung zu übernehmen. "Es ist durchaus ein großer Teil von Rechtsextremisten in dem Zusammenhang, aber es sind nicht alle, die sich bei diesen Veranstaltungen auf der Straße zeigen", betonte Palenda jedoch. (APA, 6.1.2015)

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