Ein Toter und mehrere Verletzte durch Lawinen

6. Jänner 2015, 17:32
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Tourengeher aus Italien in Vorarlberg ums Leben gekommen

Gargellen/Mauterndorf/Fügenberg – Lawinen haben in Westösterreich ein Todesopfer und mehrere Verletzte gefordert. In Vorarlberg wurde am Dienstag die Leiche eines Italieners geborgen, der am Vortag am Madrisajoch im Montafon eine große Lawine vermutlich selbst losgetreten hatte und verschüttet wurde. In Salzburg wurden am Dreikönigstag zwei Menschen verletzt. Einen Lawinentoten gab es auch in Südtirol.

Der 48-jährige Skiurlauber aus Italien war am Montagabend nicht von seiner Tour zurückgekehrt, woraufhin seine Frau Alarm schlug. Eine Suchaktion durch die Bergrettung Gargellen und die Polizei musste in der Nacht untergebrochen werden und wurde in der Früh fortgesetzt. Der 48-Jährige wurde gegen 8.00 Uhr in einer Tiefe von einem halben Meter geortet. Am Montag herrschte in der Region Lawinengefahr der Stufe 3 auf der fünfstufigen Skala.

Lungau

Im Salzburger Lungau ist am Dienstagvormittag ein Niederösterreicher verletzt worden, der bei Mauterndorf auf rund 2.200 Meter Seehöhe in eine 35 Grad steile Rinne eingefahren war. Dabei kam er zu Sturz und löste ein etwa 30 mal 100 Meter großes Schneebrett los. Der Wintersportler aus dem Bezirk Bruck an der Leitha wurde von den Schneemassen rund 20 Meter weit mitgerissen und bis zur Hüfte verschüttet. Er konnte sich selbst befreien und ins Krankenhaus Tamsweg fahren, wo er Verletzungen im Knie- und Handbereich behandeln ließ.

In Obertauern traten zwei Variantenfahrer zu Mittag selbst ein Schneebrett los. Beide wurden nicht verschüttet, einer erlitt allerdings einen Beinbruch. Der Urlauber aus Deutschland wurde vom Rettungshubschrauber mit einem Seil geborgen. Am Kitzsteinhorn bei Kaprun ging fast zeitgleich ebenfalls eine Lawine ab. Dort gab es keine Verschütteten, hieß es seitens der Bergrettung, die die Lawine vorsichtshalber zwei Mal mit Hunden abgesucht hat.

Bei Fügenberg im Tiroler Zillertal sind am Dreikönigstag mehrere Tourengeher von einem Schneebrett erfasst worden. Die Wintersportler konnten sich selbst befreien. Das Unglück ereignete sich im freien Skiraum. (APA, 6.1.2015)

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