Sinkender Ölpreis schickt Börsen auf Talfahrt

6. Jänner 2015, 11:41
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Der Ölpreis rutscht wieder unter die 50-Dollar-Marke, die Börsen quittieren das mit Kursverlusten

Wien - Der fallende Ölpreis zieht auch die internationalen Börsen nach unten. Schon am Montag schlossen die Indizes im Minus, am Dienstag ging es in die selbe Richtung weiter. Schon der asiatische Aktienhandel zeigte den Trend für den Tag auf. In Japan fiel der Nikkei 225 um 3,02 Prozent auf 16.883,19 Punkte und erreichte damit den tiefsten Stand seit fast drei Wochen.

Die europäischen Märkte konnten sich den Vorgaben aus Asien nicht entziehen. Der EuroStoxx 50 verlor am Vormittag 0,10 Prozent auf 3.020,01 Punkte. Damit summierte sich das Minus des Leitindex der Eurozone in den ersten drei Handelstagen des neuen Jahres bereits auf mehr als vier Prozent. Auch der deutsche Dax gab am Vormittag Punkte ab. Die Wiener Börse ist am Dienstag feiertagsbedingt geschlossen.

Unter der 50-Dollar-Marke

Händlern zufolge sorgt der scheinbar unaufhaltsame Abstieg der Ölpreise für den massiven Verkaufsdruck an den Märkten. Der Preis für US-Rohöl ist am Dienstag abermals unter die Marke von 50 Dollar (41,96 Euro) gefallen und kostete damit so wenig wie seit sechs Jahren nicht mehr. Seit dem vergangenen Sommer sind die Preise für das "schwarze Gold" um etwa die Hälfte eingebrochen und könnten Experten weiter nachgeben. Immer noch ist das Angebot auf dem Weltmarkt zu hoch und die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) zeigt keine Bereitschaft, mit einer geringeren Fördermenge gegenzusteuern.

Ein weiteres Störfeuer von der griechischen Börse müssen Anleger zumindest an diesem Dienstag nicht fürchten: Der Aktienmarkt in Athen ist wegen des orthodoxen Weihnachtsfestes geschlossen.

Am Montag hatten Diskussionen um einen Rückzug Griechenlands aus dem Euro europaweit für heftige Turbulenzen gesorgt und den Athener ASE-Index um fast sechs Prozent absacken lassen. Hintergrund dazu sind Ängste, dass die Hellenen bei einem entsprechenden Ausgang der anstehenden Neuwahlen ihre Sparpolitik beenden und einen Schuldenerlass verlangen könnten. Dies käme einer Aufkündigung der Vereinbarungen mit den Geberländern gleich. (APA/Reuters/red, derStandard.at, 6.1.2015)

  • An den Börsen geht's wieder einmal rund - diesmal vor allem nach unten.

    An den Börsen geht's wieder einmal rund - diesmal vor allem nach unten.

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