Soldat aus Nordkorea tötete vier Chinesen

5. Jänner 2015, 15:26
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Täter offenbar auf Suche nach Nahrung über Grenze vorgedrungen

Seoul - Ein nordkoreanischer Soldat hat Medienberichten zufolge auf der Suche nach Nahrungsmitteln die Grenze zu China überquert und dort vier Menschen getötet. Die Tat soll sich Ende Dezember in der nordöstlichen Stadt Helong zugetragen haben, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap und die Zeitung "Dong-A Ilbo" am Montag berichteten.

Der junge Soldat stahl demnach Geld und Lebensmittel aus einem Haus, bevor er die vier Menschen erschlug beziehungsweise erschoss. Er soll später von chinesischen Polizisten angeschossen und festgenommen worden sein.

Angeschossen und festgenommen

Yonhab zitierte einen südkoreanischen Regierungsmitarbeiter mit der Vermutung, China könne den Täter womöglich nicht an Nordkorea ausliefern, da er vier Chinesen getötet habe. Weder aus Pjöngjang noch aus Peking gab es offizielle Stellungnahmen zu den Medienberichten.

In Nordkorea müssen alle jungen Männer für zehn Jahre zum Militär. In vielen Kasernen herrscht offenbar ein Mangel an Nahrungsmitteln, oft überqueren hungernde Soldaten auf der Suche nach etwas Essbarem die Grenze zu China. "In den letzten zehn Jahren ist das ziemlich normal geworden", zitierte "Dong-A" einen Einwohner der chinesischen Grenzregion. Tausende Nordkoreaner versuchen jährlich, erst nach China und dann nach Südkorea zu gelangen, um dort ein neues Leben zu beginnen. Wer in China von den Behörden geschnappt wird, wird meist nach Nordkorea zurückgebracht. (APA, 5.1.2015)

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