Deutscher IT- und Telekommarkt wächst 2015 nur mäßig

5. Jänner 2015, 13:14
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Geschäft mit klassischer Unterhaltungselektronik ohne umsatzfördernde Sportspektakel unter Druck

Der deutsche Markt für Informations- und Telekommunikationstechnologie(ITK) dürfte nach Einschätzung des Branchenverbands Bitkom in diesem Jahr nur leicht wachsen. Insgesamt werden die gesamten ITK-Umsätze 2015 verglichen mit dem Vorjahr wohl nur um 0,6 Prozent auf 154,3 Milliarden Euro zulegen, wie der Verband am Montag mitteilte. Während die Geschäfte mit Datentechnik, Software und Dienstleistungen anziehen, dürften die Einnahmen mit Telekommunikation und Unterhaltungselektronik schrumpfen.

Wachstum flaut ab, Investitonen gefordert

"Die Telekommunikationsunternehmen stehen von zwei Seiten unter Druck. Zum einen sind die Umsätze mit Sprachdiensten sowohl im Festnetz wie im Mobilfunk weiterhin stark rückläufig. Zum anderen flacht die Wachstumskurve bei Smartphones nach dem rasanten Anstieg in den Vorjahren sichtbar ab", erklärte Bitkom-Chef Dieter Kempf. "Gleichzeitig werden von den Netzbetreibern Multimilliardeninvestitionen für den Breitbandausbau gefordert, um Deutschland fit für die Gigabit-Gesellschaft zu machen", klagte er. Die Netzbetreiber würden die Investitionen in ihre Netze im laufenden Jahr um 3,5 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro aufstocken.

Unterhaltungselektronik ohne Sportspektakel

Das Geschäft mit klassischer Unterhaltungselektronik dürfte dem Bitkom zufolge in einem Jahr ohne große, umsatzfördernde Sportspektakel unter Druck bleiben. Die Umsätze würden voraussichtlich um 3,3 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro zurückgehen. Dagegen bleibe die Informationstechnik die Wachstumssäule der Branche. Die Umsätze mit Software, Dienstleistungen und IT-Hardware sollen um 2,4 Prozent auf 79,7 Milliarden klettern, hieß es.

Tablet-Boom am Ende

Die Erfolgsgeschichte der Tablet-Computer nähert sich unterdessen langsam ihrem Ende. Dem US-Marktforscher Gartner zufolge würden die Absatzzahlen im laufenden Jahr noch um acht Prozent auf 233 Millionen Geräte zulegen. In der Vergangenheit stiegen die Absätze mit Tablets prozentual zweistellig. Bereits im vergangenen Jahr verlor das Geschäft mit den Flachrechnern aber an Dynamik. (Reuters, 5.1.2015)

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