Bürgermeister will nun doch Bestattung von Roma-Baby 

5. Jänner 2015, 06:06
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Christian Leclerc bestreitet Bericht, wonach er sich weigerte 2-Jährige in Champlan begraben zu lassen

Paris - Nach der Aufregung um die Bestattung eines Roma-Babys in Frankreich wünscht der Bürgermeister von Champlan die Beerdigung des Kindes nun in seiner Gemeinde. In einer weiteren Reaktion auf den Fall erklärte Christian Leclerc am Sonntagabend, er wünsche sich "inständig", dass das kleine Mädchen in Champlan beerdigt werde, "der Stadt, in der die Familie lebt".

Leclerc soll die zuvor Bestattung des zu Weihnachten gestorbenen Roma-Babys in der Gemeinde verweigert haben. Nach einem Bericht der Zeitung "Le Parisien" begründete er seine Entscheidung damit, dass auf dem Friedhof seiner Ortschaft nur noch wenige Gräber frei seien. "Vorrang haben diejenigen, die hier ihre Steuern zahlen", wurde der rechtsgerichtete Bürgermeister von der Zeitung zitiert.

Er selbst wies das zurück und sagte, er habe sich der Bestattung "zu keinem Zeitpunkt widersetzt". Das veröffentlichte Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen. Er sprach von einem Missverständnis und sagte, die kontroverse Debatte tue ihm "sehr leid". Das zweieinhalb Monate alte Mädchen war in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag gestorben. Seine Eltern leben in einem Roma-Lager am Ortsausgang von Champlan. (APA, 5.1.2014)

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