18 Personen nach Wohnungsbrand in Spitalbehandlung

4. Jänner 2015, 20:22
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36 Hausbewohner evakuiert - Feuer ging von Sitzgarnitur aus

Wels - Eine glimmende Zigarette dürfte in der Nacht auf Sonntag einen Wohnungsbrand in einem Mehrparteienhaus in Wels ausgelöst haben. Das berichtete die Polizei-Pressestelle OÖ am Abend. 36 Bewohner mussten evakuiert werden, 18 kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital, fünf mussten stationär zur Behandlung bleiben. Ein Mann erlitt andere Verletzungen.

Ein Brandsachverständiger und Kriminalisten haben am Sonntag die Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, unter die Lupe genommen. Sie stellten fest, dass das Feuer von einer Sitzgarnitur ausging und durch eine Zündquelle - wahrscheinlich eine Zigarette - verursacht worden sein dürfte. Weitere Ermittlungen sind laut Polizei noch vorgesehen.

Das Feuer brach gegen 19.20 Uhr in der Erdgeschoß-Wohnung eines 43-Jährigen aus, der zu diesem Zeitpunkt stark betrunken war. Ein Nachbar verständigte die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte retteten den Wohnungsbesitzer, der sich an den Händen und am Bein verletzt hatte, seine 68-jährige Mutter konnte sich selbst in Sicherheit bringen.

Der Rauch breitete sich im Stiegenhaus aus. Einigen Bewohnern war dadurch der Weg ins Freie abgeschnitten, die Feuerwehr brachte sie in Sicherheit. Insgesamt wurden 36 Personen und zwei Haustiere evakuiert.

Alle, die nicht ins Spital mussten, kamen vorübergehend in einem nahegelegenen Kindergarten unter. Nachdem das Gebäude gelüftet worden war, konnten sie in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Wohnung des 43-Jährigen wurde stark beschädigt, sogar die Decke musste gepölzt werden. Die Räumlichkeiten wurden daher vorübergehend polizeilich gesperrt. (APA, 4.1.2014)

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