20 ägyptische Christen in Libyen entführt

3. Jänner 2015, 20:04
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Darunter sieben koptische Arbeitsmigranten

Benghazi/Kairo - In Libyen sind in den vergangenen Tagen 20 ägyptische Christen entführt worden. Wie am Samstag aus libyschen Regierungskreisen verlautete, entführte die islamistische Miliz "Ansar al-Sharia" am Samstag 13 Christen in der Küstenstadt Sirte und sieben andere Christen in den vergangenen Tagen. Es handle sich um koptische Christen.

Wie Kathpress am Mittwoch berichtete, waren die sieben koptische Arbeitsmigranten am bereits am Montagabend entführt worden. Der ägyptische Außenminister Sameh Shoukry habe die Vertretungsbehörden Kairos in Libyen beauftragt, alles zu unternehmen, um die Freilassung der sieben Arbeiter zu erreichen, hieß es weiter.

Familie ermordet

Am Tag vor Weihnachten hatten Bewaffnete in Sirte ein koptisches Ärztepaar aus Ägypten getötet und deren 13-jährige Tochter entführt. Drei Tage später wurde das Mädchen tot aufgefunden. Die Behörden vermuteten einen religiösen Hintergrund der Tat, da aus dem Haus der Familie nichts gestohlen wurde.

Sirte, das rund 500 Kilometer östlich der libyschen Hauptstadt Tripolis liegt, befindet sich in der Hand radikal-islamischer Milizen. In den vergangenen Jahren wurden in dem nordafrikanischen Land bereits häufiger koptische Christen getötet. Im Februar 2014 wurden nahe der östlichen Stadt Benghazi die Leichen von sieben getöteten Kopten entdeckt. In Libyen leben tausende Ägypter. Sie arbeiten im Nachbarland vor allem im Bau- und Handwerksektor. (APA, 3.1.2015)

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