FP-Haimbuchner bekundet Sympathie für Pegida-Bewegung

3. Jänner 2015, 12:45
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FPÖ peilt bei Landtagswahl in Oberösterreich LH-Stellvertreter und Welser Bürgermeister an

Linz/Wels - Der oö. FPÖ-Chef Landesrat Manfred Haimbuchner bringt sich für die Landtagswahl im Herbst in Position. Als Ziele nannte er im Interview mit den "Oberösterreichischen Nachrichten" (Samstag-Ausgabe) neben einem zweiten Regierungssitz auch, die SPÖ von Platz zwei zu verdrängen und LH-Stellvertreter zu werden sowie in Wels den Bürgermeister zu stellen. Sympathie zeigte er für die Pegida-Bewegung.

"Lösungsorientierten Partei"

Der Abstand zwischen SPÖ und FPÖ in Umfragen sei noch nie so gering wie derzeit gewesen, so Haimbuchner. "Die historische Chance, dass wir die SPÖ überholen, ist da und wir werden sie nutzen", LH-Stellvertreter zu werden sei ein "realitätsnahes Ziel". Die FPÖ habe sich von einer Protest- zu einer "lösungsorientierten Partei" entwickelt. Seinem SPÖ-Gegenüber LH-Stv. Reinhold Entholzer attestierte er hingegen "Profillosigkeit", Kanzler Werner Faymann sei "für seine Partei derzeit ja nur noch eine 'Lame Duck'".

Zudem will Haimbuchner die Statutarstadt Wels offenbar zum blauen Aufmarschgebiet machen: Er erhofft sich den Bürgermeistersessel für den derzeitigen Vize-Stadtchef Andreas Rabl. Wenn er seine Wahlziele nicht erreiche, werde er sich aber "sicher nicht das Leben nehmen oder in Depressionen verfallen". Haimbuchner: "Wenn es kein Wahlverlust wird und wir dazugewinnen, wovon ich ausgehe, sehe ich auch keinen Grund, dass ich zurücktrete."

Vor Islamisierung retten

Sympathie bekundete Haimbuchner für die Pegida-Demonstrationen in Deutschland. Ähnliche Protestmärsche auch in Österreich würde er unterstützen, allerdings verwies er darauf, dass die Situation hierzulande eine andere sei: In Deutschland gebe es "keine Partei wie die FPÖ, die vor überbordender Zuwanderung warnt und klar sagt, dass die Gesellschaft das auf Dauer nicht aushalten wird". Auf die Frage, ob das Abendland vor einer Islamisierung gerettet werden müsse, meinte er: "Ja, offensichtlich ist das so. Da braucht man sich nur die Razzien ansehen, die in Österreich gegen Islamisten durchgeführt wurden." (APA, 3.1.2015)

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