Hamas verurteilt Schüsse auf Palästinenser an ägyptischer Grenze

3. Jänner 2015, 11:15
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Gruppe drang nach ägyptischen Angaben auf Sinai-Halbinsel vor

Gaza - Die radikalislamische Hamas hat die tödlichen Schüsse auf einen Palästinenser durch ägyptische Grenzschützer verurteilt. Der Vorfall stelle eine "gefährliche Entwicklung" dar, teilte die Bewegung am Samstag mit. Bei dem Getöteten handelt es sich nach Angaben der Rettungskräfte im Gazastreifen um den 17-jährigen Saki Hopi. Zuvor war von einem 23-Jährigen die Rede gewesen.

Die Grenztruppen hätten Hopi in den Rücken geschossen, die Kugel habe das Herz getroffen, hieß es. Er sei der erste an der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen getötete Palästinenser seit langer Zeit.

Die ägyptischen Sicherheitskräfte teilten mit, die Armee habe auf eine Gruppe von Palästinensern aus dem Gazastreifen geschossen, die auf die ägyptische Sinai-Halbinsel vorgedrungen sei. Es habe sich um sechs Palästinenser gehandelt, von denen drei in den Gazastreifen zurückgekehrt seien. Die übrigen drei seien festgenommen worden. Einer sei "vermutlich durch Schüsse verletzt" worden.

Einziger Grenzübergang zwischen Ägypten und dem Gazastreifen

Der Vorfall ereignete sich in Rafah, dem einzigen Grenzübergang zwischen Ägypten und dem Gazastreifen. Am Donnerstag hatte Ägypten die Vergrößerung der Pufferzone entlang der Grenze angekündigt, um unter anderem das Eindringen militanter Palästinenser nach Ägypten zu verhindern. Im Oktober hatte ein palästinensischer Selbstmordattentäter in Ägypten 30 Soldaten getötet. Ägypten beschuldigt die Hamas, in Angriffe auf der Sinai-Halbinsel verwickelt zu sein.

Bei einem weiteren Zwischenfall wurde nach Angaben von Rettungskräften am Samstag ein Fischer aus dem Gazastreifen durch Schüsse der israelischen Armee verletzt. Der Vorfall habe sich vor der Küste in Höhe von Rafah ereignet. Den Palästinensern ist das Fischen in einem Umkreis von sechs Seemeilen vor der Küste gestattet. (APA/AFP, 3.1.2014)

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