Abgestürzte Air-Asia-Maschine: Rätseln um Fluggenehmigung

4. Jänner 2015, 14:46
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Ermittlungen und Widersprüche der Behörden - Mehrere große Wrackteile von vermisstem Flugzeug entdeckt

Jakarta - Eine Woche nach dem Absturz des Air-Asia-Flugzeugs in der Javasee konzentrieren sich die Ermittlungen auf möglicherweise fehlende Genehmigungen für den Unglücksflug. Während die indonesische Regierung am Samstag erklärte, eine Genehmigung für Air-Asia-Flüge an Sonntagen auf der Strecke von Surabaya nach Singapur habe nicht vorgelegen, gaben die Behörden in Singapur an, der Durchführung des Fluges sei zugestimmt worden.

Das indonesische Verkehrsministerium erklärte in der Hauptstadt Jakarta weiter, wegen der fehlenden Genehmigung seien Air-Asia-Flüge auf der Route bis zum Abschluss der Ermittlungen untersagt.

Genehmigte Kursänderung

Air Asia wollte sich zur Frage der Fluggenehmigung nicht äußern. Zunächst solle das Ende der Ermittlungen abgewartet werden. Air Asia werde dabei mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten. Bisher ist lediglich klar, dass der Pilot kurz nach dem Start wegen eines Sturms um eine Kursänderung bat. Dieses wurde genehmigt, die Flugkontrolle untersagte es wegen dichten Flugverkehrs aber, die Flughöhe zu erhöhen.

Flug QZ8501 war am Sonntag vor einer Woche mit 162 Menschen an Bord auf dem Weg von Surabaya auf Java nach Singapur 40 Minuten nach dem Start vom Radarschirm verschwunden. Die Suche nach dem Wrack und den Opfern in der Javasee wurde in den vergangenen Tagen durch schlechtes Wetter behindert.

Als wahrscheinliche Ursache für das Unglück nannten Meteorologen das schlechte Wetter am Absturztag. Die Witterungsbedingungen seien vermutlich der "auslösende Faktor" des Unglücks gewesen, teilte die indonesische Wetterbehörde mit. Womöglich seien die Triebwerke der Passagiermaschine vereist und dadurch beschädigt worden. Dies sei aber nur eine denkbare Folge des zum Absturzzeitpunkt registrierten Sturms.

Unterwasserroboter im Einsatz

Inzwischen wurden am Absturzort vor der Insel Borneo fünf große Wrackteile des Airbus 320-200 entdeckt. Ein Unterwasserroboter wurde eingesetzt, um die Teile zu fotografieren. Allerdings war der Einsatz des Roboters wegen der starken Strömung im Meer schwierig. Die Wrackteile liegen den Angaben zufolge in einer Tiefe von 30 Metern auf dem Meeresgrund. Bisher wurden 34 Todesopfer aus dem Meer geborgen.

Die zuletzt geborgene Leiche wurde am frühen Sonntag von einem Taucherteam nahe dem größten der bisher entdeckten Wrackteile des Flugzeugs entdeckt. Danach habe der Einsatz am Meeresgrund aber beendet werden müssen, sagte der Leiter der Bergungsarbeiten, Bambang Soelistyo und fügte hinzu: "Die Sicht am Meeresgrund lag bei null, es war dunkel - und der Meeresboden schlammig."

Die Rettungskräfte gaben am Wochenende weiter an, nun würden auch die Uferbereiche nach Todesopfern abgesucht. An den Arbeiten beteiligten sich dutzende Schiffe und Flugzeuge aus mehreren Ländern. Die Flugschreiber, die Aufschluss über die Absturzursache geben könnten, wurden bisher nicht gefunden. (APA, 4.1.2014)

  • Einsatzkräfte bei der Bergung nach dem Absturz der Air-Asia-Maschine mit der Flugnummer QZ8501.
    foto: reuters/darren whiteside

    Einsatzkräfte bei der Bergung nach dem Absturz der Air-Asia-Maschine mit der Flugnummer QZ8501.

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