Wo Schild gekrönt wurde

2. Jänner 2015, 17:46
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ÖSV-Damen fordern Shiffrin beim Slalom in Zagreb

Zagreb - Viermal wurde Marlies Schild in Zagreb zur "Snow Queen" gekrönt. So oft wie keine andere hat die im Herbst zurückgetretene Salzburgerin den Slalom am Sljeme gewonnen. Kronprinzessin Mikaela Shiffrin hat immerhin schon einmal gesiegt - bei der letzten Weltcupveranstaltung ebendort vor zwei Jahren. Im Vorjahr waren die Rennen wegen Schneemangels nach Bormio verlegt worden. Diesmal wurde es rechtzeitig kalt. Sowohl dem Damenslalom am Sonntag als auch dem Herrenrennen dürfte nichts im Wege stehen.

Shiffrin ist auch diesmal Top-Favoritin. Im Kühtai fand die 19-jährige US-Amerikanerin auf die Siegerstraße in ihrer Paradedisziplin zurück. Die ÖSV-Damen wollen Shiffrin klarerweise am Siegen hindern. Die Chancen stehen zumindest besser als zuletzt. Die Österreicherinnen mögen's eher steil und anspruchsvoll. Der Sljeme bietet beides. "Der Hang hat alles, was ein guter Slalomhang braucht", sagt Nicole Hosp. Die Tirolerin gewann im November den Slalom von Aspen. In Zagreb war sie nie besser als Vierte. Das Ziel liegt also auf der Hand. Die 31-Jährige wähnt sich gut in Form. "Es spricht nichts dagegen, warum es heuer nicht einmal gut gehen sollte." Gut gehen könnte es auch für Kathrin Zettel. Die Niederösterreicherin war in Zagreb zweimal Zweite, heuer im Slalom zweimal Dritte. Davon kann Bernadette Schild nur träumen. Die Salzburgerin wurde in dieser Saison einmal Zehnte und einmal 13. In Zagreb war sie vor zwei Jahren Siebente. Ein fünfter Schild-Sieg scheint also nicht allzu wahrscheinlich.

Slalom-Monat

Wahrscheinlicher ist ein Sieg Marcel Hirschers am Dienstag und unter Flutlicht. Zweimal hat der 25-Jährige am Sljeme schon gewonnen. Mit einem vierten Platz könnte er Kjetil Jansrud wieder die Führung im Weltcup abnehmen. Und der Jänner spricht ohnehin für den dreifachen Gesamtsieger aus Salzburg. In fünf Slaloms und einem Riesentorlauf kann Hirscher fett punkten. Jansrud müsste seine Stärken in zwei Abfahrten und einem Super-G quasi schon doppelt ausspielen. (APA/red, DER STANDARD, 3.1.2015)

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