Bibliothek veröffentlicht die skurrilsten Anfragen ihrer Geschichte

3. Jänner 2015, 17:16
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"Wie werde ich Zeremonienmeisterin bei einer musikalischen Orgie?": Die New York Public Library fand eine wahre Schatzkiste

"Hat irgendjemand ein Copyright auf die Bibel?" "Gehören Frauen zur Klasse der Säugetiere?" "Wie werde ich Zeremonienmeisterin bei einer musikalischen Orgie?" Oder: "Warum zeigen englische Gemälde aus dem 18. Jahrhundert so viele Eichhörnchen? Und wie hat man sie gezähmt, damit sie den Maler nicht beißen?"

Fragen, die man heute (mehr oder weniger) anonym auf Google eingeben kann, plagten die Menschen natürlich auch schon, bevor es das Internet gab. Doch an wen konnte man sich wenden, wenn man z. B. wissen wollte, ob man in Indien für Kamele einen Führerschein braucht? Oder wenn man argwöhnte, dass Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg überlebt hat und nun in der Nachbarschaft wohnt ... sich aber nicht ganz sicher ist, wie Hitler genau aussah? Richtig: an eine Bibliothek.

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Die New York Public Library ist in sozialen Netzwerken recht aktiv und veröffentlicht auf ihrem Instagram-Account historische Perlen aus ihren Archiven. Nun gibt es dort auch eine neue Rubrik: #letmelibrarianthatforyou. Das Material dafür liefert eine wiederentdeckte Kiste, in der Karteikarten mit skurrilen Anfragen aus den 1940er bis 80er-Jahren gesammelt wurden. Jeden Montag wird ein neues Schmuckstück daraus veröffentlicht.

Auf der Website des Magazins "Mental Floss" wurde bereits eine ganze Reihe Fotos solcher Karteikarten zum Genießen online gestellt - so auch die oben Genannten. Die vermutlich kniffligste Frage, die die Bibliothek in ihrer Geschichte jemals erhielt, ist aber diese: "Ist das der Ort, an dem ich die Fragen stellen kann, auf die ich keine Antworten bekommen kann?"

--> Mental Floss: "Hilarious Questions Posed to the NYPL Pre-Internet"

--> Instagram-Account der New York Public Library

--> #letmelibrarianthatforyou

(red, derStandard.at, 3. 1. 2015)

  • Die New York Public Library: Hier werden Sie geholfen.
    foto:tina fineberg/ap/dapd

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