AirAsia-Absturz: Heck von Wrack entdeckt

2. Jänner 2015, 16:18
32 Postings

Suche nach Flugschreiber ein Wettlauf gegen die Zeit - 30 Leichen geborgen

Jakarta/Kuala Lumpur/Singapur - Bei der Suche nach dem Wrack der abgestürzten AirAsia-Maschine sollen Taucher und Sonargeräte den Durchbruch bringen. Die wahrscheinliche Absturzstelle wurde am Freitag nochmals enger eingegrenzt. "Taucher stehen bereit, sie sollen den Rumpf des Flugzeuges finden", sagte der indonesische Rettungsdienstchef Bambang Soelistyo.

Mit speziellen Empfängern soll zudem nach Signalen der Flugschreiber geforscht werden. Aus dem Meer wurden inzwischen die Leichen von 30 der 162 Insassen geborgen. Flug QZ8501 war am Sonntagmorgen auf dem Weg von Surabaya auf Java nach Singapur 40 Minuten nach dem Start vom Radarschirm verschwunden. Die Maschine stürzte den Ermittlungen zufolge vor Borneo in die Java-See. Die Suche nach dem Wrack und den Opfern des Unglücks wurde von Anfang an durch schlechtes Wetter behindert.

40 Taucher aus Russland

Auch am Freitag herrschte weiterhin raue See. Am mutmaßlichen Absturzort trafen französische Ermittler ein, die spezielle Empfänger mitbrachten, um die Signale der Flugschreiber zu orten. Hilfe kam auch aus Russland, das 40 Taucher schickte, davon 20 Tiefsee-Experten.

Von den Flugschreibern erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf die Absturzsursache. Bisher ist nur klar, dass der Pilot kurz nach dem Start wegen schlechten Wetters um eine Kursänderung bat. Dieses wurde genehmigt, die Flugkontrolle untersagte es dem Piloten wegen dichten Flugverkehrs aber, seine Flughöhe anzupassen.

Vermutlich in flachem Wasser

Seit dem Absturz wurden mehrere Flugzeugteile entdeckt. Der Flugzeugrumpf aber blieb ebenso wie die Blackboxes, die nur 30 Tage lang Signale aussenden, am Freitag weiter verschwunden. Das Flugzeugwrack wird in relativ flachem Wasser in lediglich 25 bis 32 Meter Tiefe vermutet.

Soelistyo zufolge beteiligen sich inzwischen 29 Schiffe und 17 Flugzeuge an der Suche. Diese wurde auf ein 1.575 Quadratseemeilen großes Gebiet eingegrenzt, es war damit nur noch ein Zehntel so groß wie noch am Donnerstag. Die Verkleinerung der Suchregion erfolgte auf Grund der entdeckten Flugzeugteile und Todesopfer. Insgesamt wurden bis Freitagabend (Ortszeit) nach Behördenangaben 30 Leichen aus dem Meer geborgen.

Drei Tote identifiziert

Am Freitag wurden drei weitere Todesopfer identifiziert. Unter ihnen war der Leichnam der Flugbegleiterin Khairunisa Haidar Fauzi. Diese hatte erst kürzlich über Instagram einen Foto-Gruß an ihren Freund veröffentlicht mit der Botschaft "Ich liebe Dich aus 38.000 Fuß Höhe". (APA, 2.1.2015)

  • Ein Mitarbeiter der indonesischen Suchmannschaften.
    foto: reuters/beawiharta

    Ein Mitarbeiter der indonesischen Suchmannschaften.

  • Noch immer werden rund 140 Personen vermisst.
    foto: reuters/athit perawongmetha

    Noch immer werden rund 140 Personen vermisst.

Share if you care.