Wie die Wissenschaft 2015 wachsen wird

1. Jänner 2015, 17:13
21 Postings

Das Wissenschaftsjournal "Nature" hat für das neue Jahr einige mehr oder weniger erstaunliche Forschungszahlen zusammengetragen

London/Wien – Welche sensationellen wissenschaftlichen Erkenntnisse das Jahr 2015 bringen wird, lässt sich schwer abschätzen. Denn die größten Fortschritte in Forschung und Entwicklung kommen oft überraschend und ungeplant. Was in den nächsten 364 Tagen für diese wissenschaftlichen Fortschritte ausgegeben wird, lässt sich jedoch gut prognostizieren.

Das Wissenschaftsjournal "Nature", das in seiner neuen Ausgabe einige Zahlen für 2015 präsentiert, kommt auf weltweit 1,9 Billionen US-Dollar Forschungs- und Entwicklungsausgaben – das ist etwa fünf Mal mehr als Österreichs Bruttoinlandsprodukt. Das wird unter anderem dazu führen, dass 2015 2,6 Millionen Patente eingereicht werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren es bloß 1,2 Millionen.

Hochrechnen lässt sich auch die Anzahl der wissenschaftlichen Publikationen. Denn die sind in den vergangenen Jahren jährlich ziemlich stetig um 2,8 Prozent gewachsen. 2015 werden es vermutlich rund 920.000 neue Forschungsartikel sein – über die wichtigsten rund zwei Promille wird derStandard.at berichten. Rund 470 wissenschaftliche Artikel werden zurückgezogen werden müssen, und auch darüber werden wir von Fall zu Fall informieren.

Vorhersagen lässt sich auch, wie viele junge Menschen ihr Studium mit einem Ph.D. beenden werden: Es wird 2015 weltweit 260.000 neue wissenschaftliche Doktoren geben. Zum Vergleich: 2010 waren es 200.000, im Jahr 2002 gar nur 125.000 neue Ph.Ds.

Neben diesen Zahlen, die das anhaltende Wachstum der Wissenschaft dokumentieren, liefert die Redaktion von Nature aber auch noch etwas kurioseres Zahlenmaterial: So werden auf der McMurdo-Forschungsstation in der Antarktis 2015 von Wissenschaftern rund 234.000 Kekse verspeist werden. Prosit! (tasch, 1.1.2015)

  • 2015 werden vermutlich rund 920.000 wissenschaftliche Artikel erscheinen, rund 470 werden laut "Nature"-Berechnungen zurückgezogen müssen. Ob sich darunter auch Publikationen aus "Nature" finden werden (wie 2014 mit den erfundenen STAP-Zellen), wird sich weisen.
    Nature

    2015 werden vermutlich rund 920.000 wissenschaftliche Artikel erscheinen, rund 470 werden laut "Nature"-Berechnungen zurückgezogen müssen. Ob sich darunter auch Publikationen aus "Nature" finden werden (wie 2014 mit den erfundenen STAP-Zellen), wird sich weisen.

Share if you care.