Silvesternacht: Mehrere Verletzungen und Brände durch Feuerwerkskörper

1. Jänner 2015, 15:01
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Zwei Schwerverletzte in Oberösterreich - 13 Körperverletzungen am Wiener Silversterpfad

Wien - Zahlreiche zum Teil schwere Verletzungen, aber auch Brände hat das unsachgemäße Hantieren mit Pyrotechnik in der Silvesternacht in ganz Österreich gefordert. Zum Glück gab es keine Toten wie etwa in Deutschland oder Tschechien, jedoch ist etwa einem 21-Jährigen aus in Oberösterreich die linke Hand teilweise abgerissen worden. Zwei Steirer wurden verletzt, als Knallkörper in ihren Händen explodierten.

Am Wiener Silvesterpfad hat die Polizei wegen 13 Körperverletzungen ermittelt, es kam zu zwei Sachbeschädigungen, einen tätlichen Angriff auf einen Beamten und vier Widerständen gegen die Staatsgewalt. 45 Anzeigen wurden nach dem Pyrotechnikgesetz gemacht. Neun Personen wurden aus "diversen Gründen" festgenommen, wie es in einer Bilanz der Polizei am Neujahrstag hieß.

148 Anzeigen in Wien

Insgesamt zählte die Behörde am Silvestertag und in der Neujahrsnacht in Wien 148 Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz, zwei Anzeigen wegen Brandstiftung durch Raketen und Böller, drei Anzeigen nach Körperverletzungen durch Feuerwerkskörper und 25 Anzeigen nach Sachbeschädigungen durch Pyrotechnik. Bei 600 durchgeführten Alkotests wurden 21 betrunkene Lenker angezeigt, 19 davon mussten den Führerschein abgeben.

Am Gaußplatz in der Brigittenau hat am Mittwoch gegen 17.00 Uhr ein 14-jähriger Schüler eine Telefonzelle mit Dum-Dum-Böller gesprengt. Dumm-dumm gelaufen: Ein Polizist außer Dienst beobachtete den Vorfall und schnappte den Burschen. Nach einer Anzeige wurde der Schüler in die Obhut seiner Mutter übergeben.

Unter Autos geworfene Zündsätze haben in der Stipcakgasse im Bezirk Liesing ziemlich pünktlich zum Jahreswechsel einen Pkw in Brand gesetzt. Beim Löschversuch wurde ein Mann verletzt. Der 69-Jährige musste ins Spital.

Hund starb bei Brand

Bei einem zweiten, allerdings nicht von einem Böller ausgelösten Brand in Wien kam am Silvesternachmittag ein Hund ums Leben. Um 18.30 hatte die Saunaanlage eines Einfamilienhauses in der Toricelligass in Penzing Feuer gefangen. Personen wurden nicht verletzt.

Die schweren Verletzungen erlitt der 21-jährige Mann aus Linz in der Silvesternacht in Ansfelden bei Linz bei der Explosion eines Gemisches, das ein Freund selbst hergestellt hatte. Zudem erlitt er Verletzungen an den Oberschenkeln und Verbrennungen im Gesicht.

Kugelbombe zündete zu früh

Ein 33-Jähriger Salzburger zog sich in Pfaffstätt in Braunau beim Zünden einer Kugelbombe ebenfalls schwere Verletzungen zu. Der Sprengsatz explodierte zu früh und traf den Mann im Gesicht. Er wurde ins Unfallkrankenhaus Salzburg eingeliefert. Unfälle mit Feuerwerkskörpern haben in der Silvesternacht in Oberösterreich mindestens vier Verletzte gefordert.

Brände in der Steiermark

Zwei Verletzte und mehrere Brände haben in der Silvesternacht die steirischen Einsatzkräfte gefordert: Zwei Männer verletzten sich, als Knallkörper in ihren Händen explodierten. In der Südoststeiermark brannte ein Wirtschaftsgebäude. In Pöllau setzte Leuchtmunition Altfahrzeuge in Brand. In Graz dürfte ebenfalls Pyrotechnik für ein Feuer auf einem Müllcontainerplatz verantwortlich sein.

Acht Einsätze in Niederösterreich

Auch für zwei junge Männer in Kleinhadersdorf in der Gemeinde Poysdorf im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich hat das Hantieren mit Knallkörpern zum Jahreswechsel im Krankenhaus geendet. Sie wurden beim Abschießen einer sogenannten Feuerwerksbatterie im Gesicht verletzt, berichtete die Landespolizeidirektion am Donnerstag. Der Bilanz von "144 Notruf NÖ" zufolge gingen die Rettungseinsätze in Niederösterreich wegen Verletzungen durch Knallkörper von zehn im Vorjahr auf acht zurück.

Die vorläufige Bilanz bei der Wiener Polizei waren drei Anzeigen nach Körperverletzungen durch Feuerwerkskörper und 25 Anzeigen nach Sachbeschädigungen durch Pyrotechnik. Am Silvesterpfad wurde sehr friedlich gefeiert, 13 Körperverletzungen waren die Ausnahme. (APA, 1.1.2015)

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