"Tragischer Vorfall von häuslicher Gewalt": Massenmord in Kanada

31. Dezember 2014, 15:50
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Mann tötete acht Menschen, darunter zwei Kinder, und sich selbst

Edmonton - Ein Mann hat in Kanada acht Menschen erschossen, darunter zwei Kinder, und sich anschließend selbst umgebracht. Es handelt sich wohl um einen "tragischen Vorfall von häuslicher Gewalt", sagte der Sprecher der Polizei in Edmonton, Rod Knecht, am Dienstag (Ortszeit) bei einer live übertragenen Pressekonferenz zum Ermittlungsstand.

Die Opfer seien mit einer gestohlenen Waffe erschossen worden, der Täter sei der Polizei bekannt. Die Tötungen seien allem Anschein nach vorsätzlich und geplant gewesen. Er sprach von einem "sinnlosen Massenmord an acht Menschen" und einem "tragischen Tag für Edmonton".

Zwei Kinder unter Opfern

Bei den Toten handelt es sich den Angaben nach um vier Frauen, zwei Männer, zwei Kinder - ein Mädchen und ein Bub - sowie den mutmaßlichen Täter. Die Erwachsenen waren nach Polizeiangaben alle zwischen 25 und 50 Jahren alt, die Kinder jünger als zehn. Sie waren vermutlich alle vietnamesischer Abstammung, wie die Zeitung "Edmonton Journal" unter Berufung auf die vietnamesische Vereinigung in der Stadt berichtete.

Die Toten waren an drei verschiedenen Orten in den benachbarten Städten Edmonton, der Hauptstadt der kanadischen Provinz Alberta, und Fort Saskatchewan gefunden worden. Nähere Informationen zu Opfern und Täter wollte die Polizei zunächst nicht bekanntgeben.

Die Beamten hatten am Montagabend (Ortszeit) zunächst eine tote 37-jährige Frau in einem Haus in Edmonton entdeckt. Wenig später kontrollierte die Polizei ein weiteres Haus, nachdem sie alarmiert worden war, weil ein Mann suizidgefährdet sei. Beim ersten Besuch in dem Haus schien alles normal, bei einem zweiten kurz darauf entdeckten die Beamten dann jedoch sieben Tote - zwei Männer, drei Frauen und zwei Kinder.

In der Nacht fanden die Polizisten dann den mutmaßlichen Täter, den als suizidgefährdet gemeldeten Mann, erschossen in einem Imbiss in Fort Saskatchewan. Er habe sich in dem Imbiss, an dem er finanziell beteiligt gewesen sei, ersten Ermittlungen zufolge selbst umgebracht, sagte Polizeisprecher Knecht. (APA, 31.12.2014)

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