Südkorea: USB-Stick mit Malware in Kernkraftwerk entdeckt

30. Dezember 2014, 17:28
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Das vom Internet getrennte Computernetzwerk der Anlage soll mit einem USB-Stick infiziert worden sein

Südkoreanische Behörden haben nun entdeckt, wie ein Schadprogramm auf interne Netzwerke eines Atomreaktors gelangt ist: Angestellte des Betreibers "Korea Hydro and Nuclear Power" sollen im geschlossenen Netzwerk mit USB-Sticks hantiert und somit eine kritische Lücke in der Sicherheitsinfrastruktur der Anlage geöffnet haben.

Angeblich "keine Gefährdung"

Der südkoreanische Energieminister bekräftigte laut TheVerge erneut, dass keine Gefährdung bestand. Ebenso sollen alle Daten sicher gewesen sein. Nach der Cyberattacke hatte es Spekulationen über eine nordkoreanische Täterschaft gegeben. Gleichzeitig reklamierte eine Umweltschutzorganisation den Angriff für sich - er sollte ein Warnzeichen sein.

Keine Bestätigung

Beide Spuren konnten bislang noch nicht authentifiziert worden sein. Möglicherweise ist die Malware auch "unabsichtlich" ins Netzwerk gelangt, weil ein Mitarbeiter unachtsam war. Durch USB-Sticks wurden auch iranischen Zentrifugen mit dem Computerwurm "Stuxnet" angesteckt. Die Schadsoftware stammte vermutlich aus der Feder der NSA, die USA wollten damit das iranische Atomprogramm verzögern. (fsc, derStandard.at, 30.12.2014)

  • Ein Cyberangriff auf ein Atomkraftwerk schreckt südkoreanische Behörden auf
    foto: ap/kim yong tae

    Ein Cyberangriff auf ein Atomkraftwerk schreckt südkoreanische Behörden auf

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