Orden verkaufte "Kirchenbank" an Grawe

30. Dezember 2014, 17:08
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Regulierungsdruck war für Privatbank zu groß

Wien – Die Grazer Wechselseitige (Grawe) hat es nun offiziell gemacht: Die Assekuranz übernimmt vom katholischen Männerorden die Mehrheit der bisherigen "Kirchenbank" Schelhammer & Schattera. Der kolportierte Kaufpreis beträgt 150 Millionen Euro. Begründet wurde der Verkauf von der Kirche mit dem zunehmenden Regulierungsdruck, der zu überproportionalen Belastungen und Kosten bei kleinen Privatbanken führe. Auch die Beteiligung an den Casinos Austria übernimmt die Grawe.

Der Erlös aus dem Verkauf wird wieder veranlagt, damit mit den Erträgen so wie bisher gemeinsame Aktivitäten der Orden finanziert werden können. Konkret geht es um Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales, Gesundheit, Kultur und Medien, die bisher aus den jährlichen Erträgen der Bankbeteiligung finanziell unterstützt wurden.

Der Name des Bankhauses und der Standort in der Wiener Goldschmiedgasse bleiben erhalten. Mit dem Schelhammer-&-Schattera-Deal hat die Versicherung ihre Aktivitäten in der Bankbranche wieder verstärkt: Zu ihr gehören heute auch die Bank Burgenland, die Capital Bank, die Brüll-&-Kallmus-Bank, die Sopron-Bank Burgenland und die Security Kapitalanlagegesellschaft. Schlecht gelaufen ist für die Grawe hingegen ihre Beteiligung an der Hypo Alpe Adria. (red, DER STANDARD, 31.12.2014)

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