Oppositionspolitiker in Bangladesch zum Tode verurteilt

30. Dezember 2014, 15:15
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Wegen Verbrechen während des Unabhängigkeitskrieges 1971

Dhaka - In Bangladesch ist ein führender Oppositionspolitiker wegen Verbrechen während des Unabhängigkeitskrieges 1971 zum Tode verurteilt worden. Ein Sondertribunal zur Aufarbeitung von Kriegsverbrechen habe ATM Azharul Islam des Massenmordes und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen, teilte das Gericht am Dienstag mit.

Der 61-Jährige ist stellvertretender Generalsekretär der größten islamischen Partei, der Jamaat-e-Islami. Konkret ging es unter anderem um den Tod von mindestens 1.200 Menschen im Bezirk Rangpur im damaligen Ostpakistan. Die Verteidigung will Revision einlegen.

Das Sondertribunal wurde im Jahr 2010 von Premierministerin Sheikh Hasina ins Leben gerufen. Vor Gericht stehen jene, die in dem Krieg vor mehr als 40 Jahren gegen eine Abspaltung Bangladeschs von Pakistan kämpften. Kritiker der Regierung in Dhaka halten die Prozesse für politisch motiviert. Die meisten Angeklagten erhielten bisher die Todesstrafe, andere wurden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. (APA, 30.12.2014)

  • ATM Azharul Islam wird nach dem Urteilsspruch ins Krankenhaus zurückgebracht.
    foto: apa/epa/abdullah

    ATM Azharul Islam wird nach dem Urteilsspruch ins Krankenhaus zurückgebracht.

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