Transfersperre für den FC Barcelona bestätigt

30. Dezember 2014, 12:49
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Fußball-Gigant darf bis Jänner 2016 keinen Spieler verpflichten

Barcelona - Der FC Barcelona darf im kommenden Jahr keine neuen Spieler verpflichten. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) wies am Dienstag einen Einspruch des spanischen Großclubs zurück und bestätigte damit das entsprechende Urteil des Fußball-Weltverbandes. Barcelona war im April dieses Jahres wegen des Transfers von Minderjährigen zu der drastischen Strafe verurteilt worden.

Wie der CAS verlautbarte, bestätige man in der Causa die Entscheidung der FIFA "in ihrer Gesamtheit". Barcelona habe demnach die Vorschriften über den Schutz von Minderjährigen und der Aufnahme von Minderjährigen in Fußball-Akademien verletzt. Neben der Transfersperre für zwei Wechselperioden war der spanische Vizemeister außerdem mit einer Geldstrafe von 375.000 Euro belegt worden.

Barcelona sah sein renommiertes Ausbildungszentrum "La Masia" zu Unrecht an den Pranger gestellt. Der Einspruch der Katalanen wurde daraufhin erst Ende August von der FIFA-Berufungskommission bestätigt. Dadurch konnte Barcelona Uruguays Stürmerstar Luis Suarez, die Torhüter Marc-Andre ter Stegen und Claudio Bravo, Mittelfeldspieler Ivan Rakitic und Verteidiger Jeremy Mathieu in der Sommerpause noch um eine Gesamtsumme von über 150 Mio. Euro verpflichten.

Beim danach folgenden Gang vor den CAS wurden neben Anwälten auch Carles Folguera, Chef der Nachwuchsakademie, und Esther Balmana, die Direktorin der lokalen Schule, die viele Nachwuchsfußballer besuchen, angehört. Dies erwies sich für Spaniens Fußball-Giganten offenbar dennoch nicht gewinnbringend. Wie der Club nun bekannt gab, bleibt noch die Möglichkeit, das Urteil vor einem Schweizer Bundesgericht anzufechten.

In einer Pressemitteilung bezeichnete Barcelona die Sanktion erneut als "absolut unverhältnismäßig". Aufgenommen wurden die Ermittlungen der FIFA nach den Wechseln mehrerer minderjährige Spieler (U18), die zwischen 2009 und 2013 für Barcelona spielten. Insgesamt soll es sich um die unerlaubten Transfers von zehn Jugendlichen handeln.

Das Transferverbot gilt bis Jänner 2016. In diesem Zeitraum darf der Club keine Spieler von anderen Vereinen verpflichten. Ausgenommen sind Akteure, die derzeit verliehen sind. Erlaubt sind auch das Verlängern von Verträgen bzw. der Verkauf von Akteuren. (APA, 30.12.2014)

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