Polizist nach Tod von Wanderarbeiterin festgenommen

29. Dezember 2014, 14:55
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Empörung über Polizeigewalt in Onlinenetzwerken

Peking (APA/AFP) – In China hat ein neuer Fall von Polizeigewalt eine Welle der Empörung ausgelöst. Ein Beamter wurde wegen des gewaltsamen Todes einer 47-jährigen Wanderarbeiterin in der nördlichen Provinz Shanxi festgenommen, wie die staatliche Zeitung "Global Times" am Montag berichtete. Ein weiterer Polizist sei beurlaubt worden. Das örtliche Sicherheitsbüro erklärte, gegen die Beamten werde ermittelt.

Ausstehenden Lohn für Sohn eingefordert

Die Wanderarbeiterin sei keines natürlichen Todes gestorben. Die Arbeiterin Zhou Xiuyun hatte laut Medienberichten auf einer Baustelle ausstehende Löhne für ihren Sohn in Höhe von umgerechnet 2600 Euro verlangt. Die Lage sei eskaliert, als die Sicherheitskräfte die Frau wegbringen wollten, berichtete die Zeitung "Dahe". Ein Polizist habe Zhou am Hals gepackt und auf den Boden geworfen.

Video mit misshandelter Frau

Zusammen mit ihrem Mann und ihrem Sohn sei die Frau festgenommen und auf ein Polizeirevier gebracht worden. Ihr Mann wurde dort verprügelt, er erlitt vier Rippenbrüche. Auf einem im Internet veröffentlichten Video ist zu sehen, wie einer der Polizisten auf den Haaren der bewusstlosen Frau herumtrampelt.

Der Fall war nach dem vermissten Air-Asia-Flugzeug das am meisten diskutierte Thema im chinesischen Onlinenetzwerk Sina Weibo. "Wer gab dir das Recht, Menschenrechte zu verletzen und die Würde anderer zu beleidigen?", schrieb ein Nutzer. In zahlreichen Kommentaren wurden harte Strafen für die Täter gefordert. (APA, AFP, 29.12.2014)

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