Besucherrückgang im Linzer Ars Electronica Center 

29. Dezember 2014, 12:59
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Erträge aber leicht gestiegen, als Resultat einer sozial gestaffelten Erhöhung der Eintrittspreise

Linz - Das Linzer Ars Electronica Center hat heuer einen Besucherrückgang um 7.165 auf rund 157.000 verzeichnet. Es ist dennoch nach eigener Aussage das meistbesuchte Museum Oberösterreichs. Die Erträge sind dagegen leicht auf 4,6 Millionen Euro gestiegen. Das geht aus einer Presseaussendung am Montag hervor.

Das Center berichtet von einem Plus von 12,1 Prozent gegenüber dem Plan. Auf den Hinweis, für 2013 sei eine Zahl von 175.000 Besuchern veröffentlicht worden, was einen deutlichen Rückgang bedeuten würde, antwortete ein Museumssprecher, in dieser seien auch Veranstaltungsteilnehmer enthalten. Das tatsächliche Besucherminus betrage heuer 7.165. Dieses erkläre sich einerseits aus der nur alle zwei Jahre abgehaltenen Schulveranstaltung "Experimentale" - deswegen gingen heuer rund 3.800 Besucher ab. Andererseits seien aus Budgetgründen die Öffnungstage verringert worden. Dadurch ergebe sich aber auch die auf 464 leicht erhöhte Besucherzahl pro Tag.

Erhöhung der Eintrittspreise

Die Steigerung der Erträge resultiere aus einer sozial gestaffelten Erhöhung der Eintrittspreise. Die Bilanz des gesamten Unternehmens Ars Electronica GmbH soll erst in einer Pressekonferenz Anfang Februar vorgelegt werden. Sie umfasst neben dem Ausstellungsbetrieb und dem Prix Ars Electronica samt Festival auch die Aktivitäten im Thinktank Futurelab sowie der Ars Electronica Solutions, die Ideen reif für den Markt macht.

An erster Stelle im Rückblick auf 2014 nennt das Museum das Schulprogramm mit Workshops und Führungen für alle Schulstufen. 2.000 Klassen nahmen heuer daran teil. Der Präsentationsraum Deep Space ist nach wie vor der Publikumsmagnet. 16 mal 9 Meter große, gestochen scharfe (Gigapixel-)Bilder werden hier auf Wand und Boden projiziert, Videos und 3D-Applikationen gezeigt. Neu war eine gemeinsame Ausstellungsreihe "Time out" mit der Linzer Kunstuniversität, in der ausgewählte Arbeiten der Studienrichtung Zeitbasierte und Interaktive Medien präsentiert werden.

Eigenes Kinderforschungslabor

2015 werden im Jänner die Ausstellungen "techne - was Kunst und Technologie verbindet" sowie die ORF-Schau "35 Jahre ORF TELETEXT" eröffnet. Ebenfalls noch im Jänner soll ein eigenes Kinderforschungslabor in Betrieb genommen werden. Als wichtigste Investition ist im kommenden Jahr die technische Neuimplementierung des Deep Space geplant - derzeit wird an der Auswahl der am besten geeigneten Technologie gearbeitet. (APA, 29.12.2014)

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