Neue Reformzeitung im Iran

28. Dezember 2014, 16:12
posten

Geschäftsführer verspricht Lesern die "Wahrheit" über ihr Land

Teheran – Nach mehreren Zeitungsverboten ist im Iran eine neue reformorientierte Zeitung auf den Markt gekommen. Die Zeitung "Mardom-e Emrus" ("Das Volk von heute") erschien am Samstag zum ersten Mal. In einer Erklärung, die von der Nachrichtenagentur Isna verbreitet wurde, kündigte Geschäftsführer Ahmed Sattari an, die "Wahrheit" über den Iran zu schreiben, "egal ob sie süß oder bitter ist".

Chefredakteur Mohammed Ghushani, der schon für bekannte Blätter wie die Reformzeitung "Shargh" gearbeitet hat, schrieb, die neue Zeitung werde sich für "die Interessen des Landes" einsetzen", "ihr Geist ist reformorientiert". Der im Juni 2013 gewählte moderate Präsident Hassan Rohani hat versprochen, sich für mehr Freiheit in Presse, Kultur und Bildung einzusetzen. Auch wenn sich die Situation für kritische Journalisten, Politiker und Intellektuelle im Iran etwas entspannt hat, wurden seitdem drei Reformzeitungen geschlossen und etliche Oppositionelle verurteilt. Die Justiz der Islamischen Republik steht nach wie vor unter Kontrolle des konservativen Lagers. (APA, 28.12.2014)

Share if you care.