Hamas verbietet Kindern aus Gaza Erholungsreise nach Israel

28. Dezember 2014, 14:44
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37 Kinder waren von der Kibbuz-Bewegung eingeladen worden

Gaza - Die radikale Palästinenserorganisation Hamas hat 37 Waisenkindern aus dem Gazastreifen eine geplante Erholungsreise nach Israel verboten. Das Innenministerium in dem von der Hamas kontrollierten Küstengebiet gab am Sonntag zur Begründung an, dass die Kinder israelische Siedlungen und "besetzte Städte" besuchen sollten. Die 37 Kinder waren während des Gazakrieges im Sommer zu Waisen geworden.

Ihre geplante einwöchige Erholungsreise war von der linksgerichteten israelischen Kibbuz-Bewegung gemeinsam mit Vertretern der arabischen Minderheit in Israel organisiert worden. Den 12 bis 15 Jahre alten Kindern "sollte ermöglicht werden, sich zu erholen und gleichaltrige israelische Kinder kennenzulernen", sagte Joel Marschak von der Kibbuz-Bewegung einer Nachrichtenagentur. Geplante Reisestationen seien Kibbuz-Siedlungen an der Grenze zum Gazastreifen, die ebenfalls stark unter dem 50-tägigen Krieg im Sommer gelitten hatten, und die arabische Ortschaft Kafr Kassem in Israel, wo 1956 israelische Soldaten ein Massaker verübten. Außerdem standen der Besuch eines Zoos bei Tel Aviv und am Samstag eine Empfang bei Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas im Westjordanland auf dem Programm.

Der israelische Inlandsgeheimdienst habe "für die Einreise der Kinder und der fünf erwachsenen Betreuer grünes Licht gegeben", sagte Marschak. Das Innenministerium in Gaza begründete sein Ausreiseverbot damit, die Kinder müssten "vor der Normalisierungspolitik der Besatzungsmacht geschützt werden". Ein Fotograf bestätigte, dass die Gruppe umkehren musste, nachdem ihnen Hamas-Milizionäre an einem Kontrollpunkt nahe des Grenzübergangs Erez im Norden des Gazastreifens die Weiterreise verweigerten. (APA, 28.12.2014)

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