85.000 Inder flüchten nach Gewaltausbrüchen

27. Dezember 2014, 10:05
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Bodo-Gruppen kämpfen seit Jahrzehnten für mehr Autonomie für ihr Volk

Neu-Delhi - Nach einer Serie tödlicher Angriffe unter Stammesvölkern sind in Indien mittlerweile Zehntausende Menschen auf der Flucht. 85.000 Menschen hätten bis Samstag in Gemeindehäusern und Schulen Schutz gesucht, sagte S. N. Singh, Polizei-Generalinspektor des Unionsstaates Assam, der Deutschen Presse-Agentur.

Sicherheitskräfte

Reguläre Sicherheitskräfte sowie 5000 zusätzliche Polizisten gingen gegen die Stammesmiliz vor, die am Dienstag 65 Menschen eines anderen Stammes getötet haben soll. Bei Racheattacken starben in den vergangenen Tagen neun Menschen.

"Die Situation ist weiterhin angespannt", sagte Singh. Die Menschen trauten sich nicht in ihre Häuser zurück. Polizisten durchkämmten den Dschungel, um die militanten Kämpfer aufzuspüren.

Die Polizei geht davon aus, dass hinter den Angriffen eine Splittergruppe der Nationalen Demokratische Front von Bodoland (NDFB) steckt. Bodo-Gruppen kämpfen seit Jahrzehnten für mehr Autonomie für ihr Stammesvolk in Assam. Radikale Bodos greifen dabei immer wieder Angehörige anderer Stämme und Religionen an, die sie als Außenstehende betrachten. Meistens geht es dabei um Landrechte. (APA/dpa, 27.12.2014)

  • Menschen in Indien suchen Schutz in Gemeindehäusern und Schulen.
    foto: rajanish kakade/dpad

    Menschen in Indien suchen Schutz in Gemeindehäusern und Schulen.

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