Halleluja: Was wir gegen picksüßes TV-Weihnachtsgesäusel empfehlen

26. Dezember 2014, 16:23
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Für alle, bei den "Simpsons" die Fraisen kriegen, aber Geschmackloses und Abgefahrenes bitter nötig haben

Weihnachtszeit ist Fernsehzeit. "Ben Hur", "Licht ins Dunkel", "Dirty Dancing", Wetterangstprognosen, "Harry Potter", Helene Fischer, ihre Schulterpolster, ihr Seil und ihr großes, goldenes Mikrofon. Herzzerreißende Tierfilme, Mottenkistenmärchen, Auffahrunfälle oder "Kevin – Allein zu Haus", und das war erst der Anfang. Noch viele Tage des alljährlichen Television-Hochs liegen vor uns.

Das Programm hält uns im Würgegriff, genauso wie es derzeit die Keksdosen tun. Kein Entkommen. In besonderen Härtefällen ist man eventuell auch noch fremden Sehgewohnheiten ausgeliefert. Gelten doch auf jedem Familienterritorium andere Programmpräferenzen, ebenso wie verschiedene Vanillekipferlzuckergrade.

Beim "Simpsons"-Jingle die Fraisen kriegen

Wie soll man das alles aushalten? Ein recht gutes Rezept beispielsweise gegen das picksüße Weihnachtsgesäusel ist der Sender Comedy Central. Der spaßige Kabelsender dient all jenen, die vom "Simpsons"-Jingle schon die Fraisen kriegen, aber in Zeiten wie diesen doch etwas Lustiges oder Gelbes, etwas politisch Unkorrektes, Geschmackloses oder Abgefahrenes bitter nötig haben. Erheiterndes wie "Alle hassen Chris" oder "South Park" oder Bob’s Burger oder Fat For Fun oder Little Britain stehen dieser Tage (und nicht nur dieser Tage) wie das Kummertelefon nonstop zwischen 17 Uhr bis sechs Uhr in der Früh zur Verfügung.

Das Teletextbild von Comedy Central ist zwar seit Urzeiten völlig aus dem Ruder (Inhaltsangaben verschiedener Sendungen rutschen in eins: auch ganz witzig), umso lebendiger und übersichtlicher ist die Homepage des Senders. Hier reiten echte Löwen auf echten Pferden und hüpfen unechte Pferde mit Frauen ins Bett. Halleluja! (Margarete Affenzeller, DER STANDARD, 27.12.2014)

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