US-Präsident Obama mit Einsatz in Afghanistan zufrieden

26. Dezember 2014, 09:00
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Zuversicht vor Ende von Kampfmission zum Jahreswechsel

Kabul/Washington/Brüssel - Wenige Tage vor dem Ende des NATO-geführten Kampfeinsatzes in Afghanistan hat sich US-Präsident Barack Obama mit der Mission zufrieden gezeigt und den Soldaten gedankt. Das Land am Hindukusch sei "kein Ausgangspunkt von Terroranschlägen mehr", sagte Obama am späten Donnerstag beim Besuch eines Stützpunkts der US-Armee im Bundesstaat Hawaii.

Die Afghanen hätten nun "eine Chance, ihr eigenes Land aufzubauen". Dabei werde die internationale Gemeinschaft weiterhin Unterstützung leisten. Zum Jahreswechsel endet nach 13 Jahren offiziell der ISAF-Einsatz in Afghanistan. Auslöser für das Engagement waren die Anschläge vom 11. September 2001 gewesen.

Neue Mission auf zwei Jahre

An der Folgemission "Resolute Support" zur weiteren Unterstützung der Sicherheitskräfte durch Ausbildung und Beratung sollen sich ab diesem Zeitpunkt etwa 12.500 Soldaten aus 40 Staaten beteiligen.

Die neue Mission ist nach bisheriger Planung auf zwei Jahre angelegt. Zuletzt nahm die Zahl der Anschläge in Afghanistan wieder deutlich zu. Beobachter befürchten, dass die Gewalt weiteren Auftrieb erhalten könnte. Präsident Ashraf Ghani zeigt sich für Friedensverhandlungen mit den radikalislamischen Taliban offen, was diese jedoch bisher ablehnen.

Weihnachten auf Hawaii

Gemeinsam mit seiner Frau Michelle feierte Obama am Donnerstag Weihnachten auf dem Marinestützpunkt Kaneohe Bay auf Hawaii. "Wegen der außerordentlichen Leistung von Männern und Frauen in den amerikanischen Streitkräften hat Afghanistan die Chance, das eigene Land neu aufzubauen", sagte Obama vor den Soldaten und deren Familien. Mehr als 2.000 US-Militärangehörige sind in dem Konflikt gestorben.

Obama wies auf weitere "sehr schwierige Missionen" des US-Militärs im Ausland hin. Er erwähnte die Luftwaffenangriffe gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak sowie den humanitären Einsatz gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika. (APA, 26.12.2014)

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