Athen: Dimas lehnt Stimmen der Rechtsradikalen ab

24. Dezember 2014, 15:21
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Letzter Anlauf zur Kür von Parlamentspräsidenten am Montag

Athen - Der Kandidat für das Amt des griechischen Staatspräsidenten, Stavros Dimas, hat seine Wahl mit Stimmen der rassistischen Partei Goldene Morgenröte abgelehnt. "Ich werde es nicht akzeptieren, mit den Stimmen der Goldenen Morgenröte zum Präsidenten der Hellenischen Republik gewählt zu werden", erklärte Dimas am Mittwoch.

Vorausgegangen waren Spekulationen in Medien, wonach die 16 Abgeordneten der ausländerfeindlichen Partei bei der dritten und letzten Runde der Präsidentenwahl im Parlament am 29. Dezember für Dimas stimmen könnten. Bisher hatten sie sich der Stimme enthalten. Nach Einschätzungen von Kommentatoren wollen sie Verwirrung im politischen System des Landes stiften.

Der Koalitionsregierung von Ministerpräsident Antonis Samaras fehlen nur noch zwölf Stimmen im Parlament für Dimas. Er war erwartungsgemäß in der ersten und zweiten Runde gescheitert, zuletzt erhielt er 168 Stimmen. Im dritten Durchgang sind am kommenden Montag nur noch 180 Stimmen notwendig. Scheitert er, sind vorgezogene Wahlen vorgeschrieben. Dann könnte die Koalition von Samaras laut Umfragen abgewählt werden. Demoskopen sehen das Linksbündnis von Alexis Tsipras vorn. Dieser lehnt die Sparpolitik von Regierung und internationalen Geldgebern ab. (APA, 24.12.2014)

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