Rockstar: Das Ende von Apples und Microsofts Patentkrieg gegen Google

17. Mai 2015, 12:19
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Konsortium war als direkter Angriff gegen den Konkurrenten gebildet worden - Mitgründer ziehen sich zurück

Im Jahr 2011 ging ein Deal über die Bühne, der in den Medien meist nur als Randnotiz vermerkt wurde, aber nachhaltige Auswirkungen auf die gesamte IT-Branche haben sollte. Um 4,5 Milliarden US-Dollar schnappte sich das Rockstar-Konsortium rund 6.000 Patente aus der Konkursmasse des Telekomriesen Nortel - und bootet damit Mitbieter Google aus.

Schlussstrich

Damit waren die Patentkriege in der Smartphone-Welt eröffnet, nutzte Rockstar - und dessen Gründungsmitglieder wie Apple und Microsoft - den neu erworbenen Schatz doch umgehend, um gegen Android-Gerätehersteller vorzugehen. Nun scheint sich diese Ära endgültig dem Ende zuzuneigen: Rockstar hat seine verbliebenen Patente um 900 Millionen US-Dollar an RPX weiterverkauft.

Versprechen

Der neue Besitzer verspricht die Patente künftig nicht mehr offensiv zu nutzen. Stattdessen haben bereits mehr als 30 Unternehmen eine Lizenz unterschrieben, um diese Patente defensiv einsetzen zu können - etwa um Klagen von Patentrollen abzuwehren. Unter den Lizenznehmern finden sich auch die ehemaligen Rockstar-Opponenten Google und Cisco.

Motorola

Die Rockstar-Episode hatte übrigens noch andere Auswirkungen auf die Smartphone-Welt. Entschloss sich Google doch als Reaktion auf die Niederlag im Bieterwettlauf schon bald dazu, den Mobiltelefonhersteller Motorola Mobility zu übernehmen, um an dessen ebenfalls sehr breites Patentportfolio zu kommen. Mittlerweile wurde das Unternehmen an die chinesische Lenovo weiterverkauft, die Patente hat sich Google dabei behalten. (red, derStandard.at, 24.12.2014)

  • Ausjudiziert: Die von Rockstar ausgehenden Patentkriege haben ein Ende.

    Ausjudiziert: Die von Rockstar ausgehenden Patentkriege haben ein Ende.

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