LG-Manager: Ausreiseverbot wegen Angriff auf Samsung-Waschmaschine

24. Dezember 2014, 10:20
100 Postings

Darf nicht zur CES - Soll am Rande der IFA Geräte der Konkurrenz beschädigt haben

Kurz vor Jahresende hat die IT-Welt noch einmal eine Geschichte der speziellen Art auf Lager: Darf doch der hochrangige LG-Manager Jo Seong-jin laut einem Bericht von CNET voraussichtlich nicht zur Anfang Jänner in Las Vegas startenden Elektronikmesse CES fahren - und zwar aufgrund einer von Samsung erwirkten gerichtlichen Anordnung.

Waschmaschinengate

Auslöser der gesamten Angelegenheit war ein Vorfall am Rande der vergangenen September in Berlin abgehaltenen IFA. So soll Jo Seon-jin dort gemeinsam mit vier anderen LG-Angestellten in ein lokales Elektronikgeschäft gegangen sein, nur um eben mal die Türen mehrerer Samsung-Waschmaschinen einzutreten. Die ganze Aktion wurde laut Samsung auf Überwachungskameras festgehalten.

Gegenklage

Bei LG weist man diese Vorwürfe zurück. Samsung habe die erwähnten Beweismittel gefälscht, zudem habe ein Mitarbeiter des Konkurrenten die Waschmaschinen vorab beschädigt, um dies anschließend dem LG-Manager anhängen zu können. Entsprechend habe man mittlerweile auch eine Klage wegen Rufschädigung gegen Samsung eingebracht. Gegenüber dem Wall Street Journal betonte man schon im September, dass die Waschmaschinen der Konkurrenz "an der Türangel besonders schwach" geschützt seien.

Kooperation

Derzeit versucht LG noch eilig das Ausreiseverbot für Jo Seong-jin aufheben zu lassen. Der Manager verspricht dabei, dass er nach seiner Rückkehr aus den USA in vollem Umfang mit den Behörden zusammenarbeiten wird. Bislang hatte der LG-Manager sämtliche gerichtliche Aufforderungen mit dem Hinweis auf die CES-Vorbereitungen ignoriert, was nun auch das Ausreiseverbot zur Folge hatte. (apo, derStandard.at, 24.12.2014)

  • Der IT-Posse Kern: Eine Samsung-Waschmaschine.
    foto: fabrizio bensch / reuters

    Der IT-Posse Kern: Eine Samsung-Waschmaschine.

Share if you care.