Weihnachten im Fernsehen: Da kommen Gefühle auf

Ansichtssache23. Dezember 2014, 17:20
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Wien – Es liegt in der Natur aller grundlegenden Veränderungen, dass sie sich schleichend ereignen. Zizerlweise raubt das Neue dem Alten seinen Platz, nimmt ihm die Luft durch agiles Gehabe, bis nur noch das Glatte, Frische, Gebügelte übrig bleibt. So widerfährt es gerade den osteuropäischen Fernseh-Märchen.

Noch vor fünf Jahren war das Weihnachtsprogramm voll mit dieser patinierten Gegenveranstaltung zur disneysierten Kinderwelt. Die schönsten Märchenfilme aus Defa- und russischer Produktion von Dornröschen über Die Prinzessin und der Abendstern und Der Froschkönig liefen den ganzen lieben Heiligabend. Man konnte sich nicht satt sehen.

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foto: ard

Doch der neue HD-Highspeed verträgt sich nicht mit analoger Gemächlichkeit, weshalb insbesondere die ARD hochglänzenden Märchenramsch en gros produziert und mit altem Stoff austauscht. Ein unschätzbarer Verlust, der nicht genug zu bedauern ist. DER STANDARD widmet seine traditionelle Feiertagtsvorschau deshalb genau diesem schmerzlichen Verschwinden. Die folgenden Tipps tragen samt und sonders das Prädikat "liebevoll".

Die besten aus dem Osten sind am 24. angerichtet: Die ostdeutsche Weihnachtsgans Auguste (9.30 Uhr, RBB), der sowjetrussische Hirsch mit dem goldenen Geweih (13.10, MDR) mit einem Auftritt der sagenhaften Hexe Baba-Jaga.

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