Italienischer Unternehmer beendet Protest auf dem Petersdom

23. Dezember 2014, 12:31
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Badestrandbesitzer fürchtete wegen EU-Verordnung um Existenzgrundlage

Vatikanstadt - Der italienische Unternehmer Marcello Di Finizio hat am Dienstag nach 48 Stunden seinen Protest auf dem Petersdom beendet, wo er sich in 80 Meter Höhe an eine Statue gekettet hatte. Der Besitzer eines Badestrands bei Triest wandte sich mit der Aktion gegen eine vor Jahren ausgearbeitete EU-Richtlinie zur Liberalisierung der Dienstleistungen in Europa, die er als existenzbedrohlich wahrnimmt.

Denn laut der sogenannten Bolkestein-Richtlinie muss der italienische Staat ab 2015 die Strandlizenzen öffentlich ausschreiben. Di Finizio sieht dadurch seine Badeanstalt in Gefahr. Deshalb ist der Italiener in den vergangenen Jahren bereits vier Mal auf die Kuppel des berühmten Gotteshauses geklettert. Im Oktober 2012 übernachtete er sogar auf einem Vorsprung der Kuppel. Und diesen Sommer verbrachte er 80 Tage in schwindelnder Höhe auf einem Kran. (APA, 23.12.2014)

  • Marcello Di Finizio noch am Montag auf dem Petersdom.
    foto: epa/angelo carconi

    Marcello Di Finizio noch am Montag auf dem Petersdom.

  • Der Badestrandbesitzer protestierte gegen eine EU-Richtlinie zur Liberalisierung der Dienstleistungen.
    foto: epa/angelo carconi

    Der Badestrandbesitzer protestierte gegen eine EU-Richtlinie zur Liberalisierung der Dienstleistungen.

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