Start von neuer russischer Trägerrakete geglückt

23. Dezember 2014, 12:08
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Schwere Variante der neuen Angara-Raketengeneration absolviert erfolgreichen Test

Moskau - Russland hat eine neue Trägerrakete von Typ Angara-A5 erfolgreich getestet. Die Rakete startete am Dienstag um 6.57 Uhr (MEZ) im nordrussischen Plesetsk, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Präsident Wladimir Putin beobachtete den Test per Videoschaltung und sprach anschließend von einem "großen, sehr wichtigen Ereignis" für Russland.

Die Angara ist die erste Rakete, die nach dem Ende der Sowjetunion vollständig in Russland gebaut wird. Die nach einem Fluss in Sibirien benannte Rakete soll künftig andere Typen wie Proton und Rokot ablösen und langfristig auch in der bemannten Raumfahrt eingesetzt werden. Die Entwicklung kostete offiziellen Angaben zufolge mindestens 3,5 Milliarden Euro. Die Angara gilt auch als Hoffnungsträger und als Herzstück der ehrgeizigen Pläne der Raumfahrtnation, noch unabhängiger von anderen Staaten zu werden.

Hintergrund

Der erste Startversuch einer Angara musste im Juni wegen technischer Schwierigkeiten abgebrochen werden, Anfang Juli gelang er dann. Es handelte sich dabei um das leichteste von drei Grundmodellen der Angara.

Die nun gestartete Angara-A5 ist die größte und schwerste Variante und kann Lasten von bis zu 24,5 Tonnen befördern. Unter anderem können damit Forschungs- und Militärsatelliten in den Orbit gebracht werden. "Damit stärken wir die Sicherheit unseres Landes", so Putin. (APA/red, derStandard.at, 23. 12. 2014)


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