Heizen: Fernwärme vor Erdgas am billigsten

23. Dezember 2014, 11:57
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Als Energieträger sind Wärmepumpen am billigsten, aber: Heizkosten hängen aber bekanntlich nicht nur von Energiekosten ab

Wien - Die Heizkosten eines Haushaltes hängen nicht nur von den Energiekosten ab, erinnert der VKI in seinem jüngsten Monatsheft. Berücksichtigt man Investition für die Heizanlage und Wartungskosten, so verschiebt sich die Kostenstruktur deutlich. Wer aber derzeit unter zu hohen Kosten leidet, sollte vor allem in Wärmedämmung investieren.

"Unbestritten ist, dass man zunächst in Wärmedämmung investieren sollte, bevor man an einen Wechsel des Heizsystems denkt". Das beginnt mit simplen Maßnahmen wie dem Freilegen von Heizkörpern und der Installation moderner Thermostate, über Stoßlüften und dem Abdichten von Türen und Fenstern bis zur regelmäßigen Wartung der Heizung.

Elektroheizungen keine Alternative

Ebenso unbestritten ist laut VKI, "dass Elektroheizungen auf längere Sicht keine vernünftige Alternative darstellen - zu hoch sind die Stromkosten". Außerdem gebe es ökologische Bedenken gegen die Heizung mit Strom. Das gelte auch für die Infrarotheizung: Hier werden zwar die Menschen gewärmt, nicht aber die Raumluft. Daher sei ein unmittelbarer Vergleich mit Raumheizungen unseriös. Die Autoren einer oft zitierten Studie der Universität Kaiserslautern distanzierten sich selber davon, dass ihre Forschungsergebnisse "von unseriösen Anbietern von Elektroheizungen zu Werbezwecken missbraucht werden", schreibt der VKI.

Als Energieträger (Preis je KWh) sind Wärmepumpen am billigsten, gefolgt von Brennholz und Pellets. Deutlich teurer sind Erdgas, Fernwärme und Öl. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit, schreibt der VKI unter Verweis auf eine Berechnung der Österreichischen Energieagentur. Denn für Fernwärme fallen mit Abstand die geringsten Investitionskosten an. Nimmt man Vollkosten, also inklusive aller Nebenausgaben, so ist Fernwärme die deutlich günstigste Variante, gefolgt von Erdgas und Brennholz. Am teuersten kommen demnach Pellets, knapp dahinter liegt die Ölheizung. Alle diese Berechnungen erfolgen allerdings ohne allfällige Förderungen. (APA, 23.12.2014)

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