Die besten Android-Apps des Jahres

23. Dezember 2014, 10:21
94 Postings

Vom effizienten E-Mail-Management bis zum täglichen Workout für Superhelden

Smartphones sind mittlerweile in fast aller Hosen- und Handtaschen. Und die meisten, die eines besitzen, nennen ein Telefon mit Android ihr Eigen, hat das Google-Betriebssystem doch mittlerweile mehr als 80 Prozent Marktanteil und ist auch am Tablet-Markt stark vertreten.

Doch ohne zusätzlicher Apps ist so ein Gerät nur halb so nützlich. Die vorinstallierte Software erfüllt in der Regel einfache Ansprüche, doch wer sein Nutzungserlebnis erweitern möchte, kann dies über das große Angebot des Google Play Store tun. Der Guardian hat die besten Helfer des Jahres gekürt. Hier eine kleine Auswahl.

foto: mailbox

Mailbox (kostenlos)

E-Mails können eine richtige Plage sein, zumindest wenn man zu viele davon bekommt. Dass sich daher zahlreiche Apps dem effizienten Abarbeiten der Nachrichtenflut widmen, erstaunt also kaum. Aber nur wenige Programme schaffen es, einen echten Mehrwert zu normalen Clients zu schaffen.

Eines davon ist Mailbox. Das ursprünglich für iOS veröffentlichte Tool steht mittlerweile auch für Android zur Verfügung und kombiniert einfache Bedienung mit nützlichen Zusatzfunktionen. Mit einem Wisch markiert man eine Mail als gelesen oder löscht sie gleich komplett. Die gleiche Geste, ausgeführt in die andere Richtung, ermöglicht das Aufheben von Mails nebst dem Setzen einer Erinnerung. Im WebStandard-Test hat das Konzept bereits vor über einem Jahr überzeugt, mittlerweile wurde Mailbox natürlich weiter entwickelt. Für E-Mail-Geplagte ist die App definitiv einen Blick wert.

Eine E-Mail-Verwaltung, die die tägliche Organisation mit intelligenter Anbindung an den Kalender erleichtern soll und dabei teils ähnliche Funktionalität bietet, ist übrigens Googles Inbox. Dieses befindet sich aber noch in der Testphase, ist nur per Einladung zugänglich und unterstützt aktuell auch nur Gmail-Konten.

foto: tynker

Tynker (kostenlos)

Um gerüstet zu sein für die zunehmende Digitalisierung, sind Programmier-Skills von Vorteil. Doch vielerorts bleibt eine solche Ausbildung in der Schule noch auf der Strecke. Für Kinder, die selber Interesse mitbringen (und idealerweise motivierte Eltern haben) bietet die App "Tynker – Learn to Code" einen spannenden Einstieg in die Welt des Codens.

Sie besteht im Wesentlichen aus einer Sammlung an Herausforderungen in Form kleiner Spiele, die mit einfachen Anweisungen auf einer grafischen Oberfläche vermitteln, wie man Computern beibringt, zu tun, was man möchte. In einem Sandbox-Modus können sich die jungen Tüftler auch an einem ganz eigenen Projekt versuchen.

foto: here

Here (kostenlos)

Wenngleich Nokia im Bereich der Smartphones an Bedeutung verloren und diese Sparte mittlerweile an Microsoft veräußert hat, war der finnische Konzern doch stets für sein gutes Kartenmaterial bekannt. Dieses stand Windows Phones über den eigenen Dienst Here schon länger zur Verfügung. Nach einem Testlauf auf den Nokia X-Android Phones gibt es diesen nun in App-Format jetzt auch auf Google Play für die Allgemeinheit.

Geboten wird eine umfangreiche Alternative zu Google Maps, inklusive Offline-Karten, Routenplanung und sprachgestützter Navigation. Wo verfügbar, werden neben Daten zur Verkehrslage auch Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln einbezogen.

foto: 7 minute superhero workout

7 Minute Superhero Workout (Premium)

"Superhelden werden nicht geboren, sondern trainiert" - mit dieser Punchline steigt die App "7 Minute Superhero Workout" in den zunehmend gefüllten Fitness-Ring. Ihr Ansatz: Gamification. Die anstrengenden Sportübungen werden zum Spiel.

Als Superheld-in-spe steckt der Spieler virtuell in einem hochentwickelten "AEGIS"-Kampfanzug. So werden Boxbewegungen zu Plasma-Schüssen und Bauchübungen dienen zum Aufladen der Energie. Es gilt in 20 verschiedenen Missionen mit zwölf unterschiedlichen Übungsfolgen die Welt vor der Invasion durch außerirdische Fieslinge zu bewahren und neue Highscores zu setzen. Per Motiontracking erkennt die App, ob der Nutzer sich auch brav durch das tägliche, siebenminütige Fitnessprogramm schwitzt.

foto: ifttt

IFTTT (kostenlos)

Zu den grundsätzlichsten Funktionen des Programmierens gehört das Setzen von Bedingungen und Folgen bei deren Eintreten – die berühmte "IF"-Klausel. Das Prinzip Aktion-Reaktion lässt sich aber auch auf vielfältige Weise am Smartphone einsetzen – mithilfe der App IFTTT.

Soll ein neu favorisiertes Bild aus Instagram automatisch in Google Drive gesichert werden? Bei der Ankunft an einem bestimmten Ort eine E-Mail an jemanden verschickt werden? Oder soll eine Erinnerung angezeigt werden, wenn die Sportnachrichten-App den Endstand des letzten Spiels des eigenen Lieblingsteams erfährt? IFTT macht das möglich und unterstützt dabei zunehmend mehr Dienste, die sich nach dem "wenn-dann"-Prinzip kombinieren lassen. Ein eigener Stream informiert dabei über die zuletzt getriggerten Tätigkeiten.

Ergänzungen?

Auch die WebStandard-Leser haben sich auf Facebook zu ihren Lieblingsapps des Jahres geäußert. Genannt wurden unter anderem der Audio-Streamingdienst Spotify, die alternative Tastatur Swiftkey, das Pokerspiel DH Texas Poker und das Programm Nils zum Anzeigen und Managen von Benachrichtigungen am Sperrbildschirm.

Die Liste ist natürlich längst noch nicht vollständig. Was war Ihre liebste Android-App des Jahres 2014? (gpi, derStandard.at, 23.12.2014)

Share if you care.