Nullrunde für Swiss-Bodenpersonal

23. Dezember 2014, 09:06
18 Postings

Die Swiss will nicht mehr Lohn zahlen, immerhin soll es eine Weihnachtsprämie geben

Basel - Die Lohnverhandlungen für das Swiss-Bodenpersonal haben mit einer Nullrunde geendet. Für die Gewerkschaft SEV-GATA setzt die Swiss damit ihren Konfrontationskurs fort. "Obwohl das Personal eine angemessene Lohnforderung stellte, und trotz guten Geschäftsverlaufs lässt die Swiss die Lohnverhandlungen für das Bodenpersonal scheitern", schreibt die Gewerkschaft in ihrer Mitteilung vom Dienstag.

Die Swiss beharre darauf, keine Lohnverbesserungen vorzunehmen, zahle aber dennoch eine Weihnachtsprämie von 500 Franken (415,46 Euro) pro Mitarbeiter.

Die Gewerkschaft stellte weiter fest, dass die Swiss ihre Mitarbeiter fortlaufend provoziere. Dies zeige sich auch bei der problematischen Umsetzung des neuen Gesamtarbeitsvertrages. Erst auf Druck der Gewerkschaften habe durchgesetzt werden können, dass Swiss die vertraglich vereinbarte Bereitschaft und Pflicht zu Lohnverhandlungen überhaupt eingehalten habe, lässt sich SEV-GATA-Präsident Philipp Hadorn in der Mitteilung zitieren.

Ein Konflikt zwischen der Swiss und den Gewerkschaften des Bodenpersonals schwelt seit längerem: Erst im vergangenen Mai kam im zweiten Anlauf ein neuer GAV für das Bodenpersonal zustande.

Dieser sieht unter anderem eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 41 auf 42 Stunden und die Erhöhung des Pensionsalters von 63 auf 64 Jahre vor. Die Personalverbände konnten umgekehrt erwirken, dass die Basisgehälter generell um 1 Prozent erhöht und individuelle Leistungsprämien von 0,75 Prozent gewährt werden.

Die Swiss verwies auf Anfrage auf eine Stellungnahme im Verlauf des Tages. (APA, 23.12.2014)

Share if you care.