Streik auch bei Amazon in Frankreich

22. Dezember 2014, 18:01
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2.000 Beschäftigte in Deutschland weiter im Ausstand

Auch in Frankreich haben Beschäftigte des Online-Versandhändlers Amazon am Montag gestreikt. Die Beteiligung sei aber "extrem schwach" gewesen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Gewerkschaft CGT, die für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen zu dem Streik aufgerufen hatte, sprach von einer "kleineren Mobilisierung". Laut Amazon gab es keinerlei Auswirkungen auf das Vorweihnachtsgeschäft.

2.000 Beschäftigte streiken

In Deutschland, von wo aus auch Österreich beliefert wird, wird Amazon schon länger bestreikt. Die Gewerkschaft Verdi erklärte, am Montag seien etwa 2.000 Beschäftigte an vier von acht deutschen Amazon-Standorten dem Streikaufruf gefolgt. Die Aktionen würden bis einschließlich Heiligabend fortgesetzt. Die Gewerkschaft will Tarifverträge für die Beschäftigten durchsetzen, die nach ihren Angaben von Amazon häufig durch befristete Verträge unter Druck gesetzt würden. So sei am Standort Brieselang bei Berlin am Montag bekannt geworden, dass rund 1000 befristet Beschäftigte zum Jahresende ihren Arbeitsplatz verlieren würden.

Der US-Konzern weigert sich, mit Verdi einen Tarifvertrag für seine Mitarbeiter in Deutschland auszuhandeln. Die Gewerkschaft will für die Amazon-Beschäftigten Verträge nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Seit dem Frühjahr 2013 ruft Verdi deshalb immer wieder zu Arbeitsniederlegungen auf. (APA, 22.12. 2014)

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