Forscher scheiterten endgültig an STAP-Zellen

22. Dezember 2014, 17:21
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Kobe - Es war der wissenschaftliche Skandal des Jahres: Japanische Forscher um die junge Stammzellexpertin Haruko Obokata hatten in zwei Nature-Publikationen im Jänner 2014 eine neue Methode zur Erzeugung von pluripotenten Zellen vermeldet: Man könne "adulte" Zellen durch ein Bad in Zitronensäure in sogenannte STAP-Zellen zurückverwandeln. Die Aufregung war groß, denn bald stellte sich heraus, dass sich die Versuche Obokatas nicht wiederholen ließen. Ein Mitarbeiter beging Selbstmord, die Artikel wurden im Juli zurückgezogen. Am Institut in Kobe wurde dennoch versucht, die eigenen Forschungen zu reproduzieren. Man scheiterte aber. Deshalb reichte Obokata Ende letzter Woche ihren Rücktritt ein - der Schlusspunkt einer peinlichen Affäre.

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Nature: "Japanese scientist resigns as 'STAP' stem-cell method fails"

(tasch, DER STANDARD, 23.12.2014)

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