Amazon-Streik geht in die zweite Woche

22. Dezember 2014, 15:26
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Amazon zahlt nur Logistik- statt Handels-Kollektivvertrag

Der bisher längste Streik beim Online-Versandhändler Amazon ist in Deutschland in die zweite Woche gegangen. Am Montagmorgen hätten etliche Beschäftigte an den Standorten Bad Hersfeld, Rheinberg, Leipzig und Graben ihre Arbeit niedergelegt, berichteten Regionalsprecher der Gewerkschaft ver.di. Österreich wird von Deutschland aus beliefert.

Viele Mitarbeiter schon im Urlaub

In Bad Hersfeld etwa versammelten sich den Angaben zufolge rund 70 Amazon-Mitarbeiter vor den Toren. Bis zu einer Streikversammlung sollten es laut ver.di rund 400 werden. Das seien weniger als in der vergangenen Woche, viele Kollegen hätten bereits Urlaub. Die Ausstände sollen bis Heiligabend (15.00 Uhr) anhalten. Danach verständige sich ver.di über eine mögliche Fortsetzung der Streiks.

Seit 15. Dezember

Die Streikwelle bei Amazon hatte am 15. Dezember begonnen. Am Sonntag gab es eine kurze Pause. In den insgesamt neun deutschen Verteilzentren arbeiten nach Unternehmensangaben in der Vorweihnachtszeit rund 20.000 Menschen. In dem seit 2013 andauernden Konflikt will ver.di Amazon zwingen, die Mitarbeiter künftig nach dem Einzelhandels- statt nach dem niedrigeren Logistiktarif zu bezahlen. (APA, 22.12.2014)

  • Bei Amazon Deutschland wird weiter gestreikt.
    foto: apa/dpa/uwe zucchi

    Bei Amazon Deutschland wird weiter gestreikt.

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