Trotz Unkenrufen: EA und Ubisoft brillierten 2014 an der Börse

22. Dezember 2014, 12:28
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Negativschlagzeilen konnten den Aufschwung der Spielhersteller nicht aufhalten

Electronic Arts stand in den vergangenen Jahren oftmals in der Kritik, unfertige Videospiele auf den Markt zu bringen. Besonders die Starts der Titel "SimCity" und "Battlefield 4" sorgten für viel Ärgernis in der Community und negative Schlagzeilen. Ubisoft wiederum erreichte PR-technisch gesehen vor allem dieses Jahr einen Tiefpunkt. Der jüngste Teil der "Assassin's Creed"-Serie, "Unity", wurde aufgrund zahlreicher Fehler sowohl von Medien als auch vielen erbosten Fans mit Negativberichten abgestraft. Und auch der Start des neuen Franchises "Watch Dogs" wurde nicht so gefeiert, wie sich der Konzern das vorgestellt hatte.

Und dennoch: An den Börsen gehörten EA und Ubisoft auch dieses Jahr zu den Gewinnern, wie Gameindustry berichtet.

Wege aus der Krise

EA gelang seit dem Tiefstand der Aktie im Juni 2012 ein vorbildlicher Aufstieg auf ein Niveau, das der Konzern vor den Krisenjahren (ab Ende 2008) inne hatte. Innerhalb der vergangenen 12 Monate allein wurde der Aktienwert verdoppelt.

Ubisoft wiederum fand ab August 2011 wieder langsam aus der Krise und legte an der Börse allein 2014 rund 50 Prozent zu.

bild: yahoo
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Platz für Wachstum

Gameindustry sieht in den Aufstiegen mehrere Gründe. EA habe die bereits unter John Riccitiello eingesetzte Fokussierung des Portfolios erfolgreich weitergeführt und Kernfranchises wie "FIFA" und "Battlefield" kontinuierlich besser verkauft - trotz einigen Negativberichten. Mit "Dragon Age: Inquisition" hat man für viele sogar ein Spiel des Jahres abgeliefert. Nicht erfolgreiche Serien wurden im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens kurzerhand eingestellt.

Ubisoft wiederum konnte in der vergangenen Konsolengeneration den Grundstein für zahlreiche Cashcows legen. "Assassin's Creed", "Far Cry" und "Just Dance" sind branchenweite Top-Performer. Dass beide Konzerne aus der Krise kommen, dürfte den Anlegern besonders gefallen, da es so viel Platz nach oben gibt.

Herausforderungen

2015 stellen sich EA und Ubisoft unterschiedliche Herausforderungen. Bei EA wird ein Großteil der Aufmerksamkeit wohl auf den Start von "Battlefield: Hardline", einem Ableger der Serie, gerichtet sein. Gleichzeitig wird mit "Star Wars: Battlefront" das erste "Star-Wars"-Game seit der neuen Lizenzvereinbarung mit Disney in den Handel kommen.

Ubisoft wiederum wird mit "Assassin's Creed Victory" beweisen müssen, dass man weiter in der Lage ist, die hohen Verkaufszahlen der Serie zu halten. Zudem arbeitet der Hersteller daran, "Watch Dogs" zu einer Serie auszubauen und veröffentlicht 2015 sein Shooter-MMO "The Division". (zw, derStandard.at, 22.12.2014)

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