Starker Jahresauftakt: ATX plus 1,43% 

2. Jänner 2015, 18:26
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Uneinheitliches Umfeld - Konjunkturdaten im Fokus - Bankwerte mit Zugewinnen

Wien - Die Wiener Börse ist am Freitag mit einem schönen Kursplus ins neue Börsenjahr gestartet. Der ATX stieg 30,98 Punkte oder 1,43 Prozent und schloss bei 2.191,06 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 14 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.177 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,10 Prozent, DAX/Frankfurt -0,68 Prozent, FTSE/London -0,50 Prozent und CAC-40/Paris -0,69 Prozent.

Das internationale Börsenumfeld präsentierte sich zum Jahresauftakt uneinheitlich. Zu Handelsbeginn zeigten sich noch alle europäischen Indizes beflügelt von der Hoffnung auf baldige EZB-Konjunkturspritzen im grünen Bereich. Im weiteren Verlauf drückten aber enttäuschende Wirtschaftsdaten auf die Stimmung.

Die Stimmung in der Industrie des Euroraums hat sich zum Jahresende etwas schwächer als erwartet aufgehellt, war bekannt geworden. Wie das Forschungsinstitut Markit mitteilte, stieg der von ihm für den Monat Dezember erhobene Einkaufsmanagerindex um 0,5 Punkte auf 50,6 Zähler. Der Anstieg fiel allerdings schwächer aus, als nach einer ersten Erhebungsrunde ermittelt worden war. Experten hatten mit einem Wert von 50,8 Punkten gerechnet. Zudem hat sich die Stimmung in der britischen Industrie im Dezember überraschend eingetrübt.

Am Nachmittag rückten dann aktuelle US-Daten in den Fokus: Auch die Stimmung in der amerikanischen Industrie, gemessen am ISM-Index, hat sich im Dezember überraschend stark eingetrübt. Der Indikator ist von 58,7 Punkten im Vormonat auf 55,5 Zähler gesunken. Bankvolkswirte hatten nur mit einem Rückgang auf 57,5 Punkte gerechnet. Zudem sind die Bauausgaben in den USA im November überraschend gefallen.

Für Auftrieb beim ATX sorgten vor allem die starken heimischen Bankwerte. So zogen Erste Group in einem freundlichen europäischen Branchenumfeld um 3,61 Prozent auf 19,93 Euro an und Raiffeisen schlossen 1,00 Prozent höher bei 12,66 Euro.

Auch die Versicherer konnten Boden gutmachen. Vienna Insurance Group verbesserten sich um 2,54 Prozent auf 38,02 Euro und Titel der UNIQA legten um 0,64 Prozent auf 7,83 Euro zu.

Sehr stark präsentierten sich zu Jahresbeginn auch Kapsch TrafficCom mit plus 5,77 Prozent auf 18,60 Euro sowie Valneva mit einem Kursanstieg um 6,72 Prozent auf 4,43 Euro.

Am unteren Ende des Kurszettels fanden sich hingegen Telekom Austria und gaben 2,36 Prozent auf 5,39 Euro nach. Rosenbauer büßten bei geringen Umsätzen 2,09 Prozent auf 69,96 Euro ein und Frauenthal schwächten sich um 3,71 Prozent auf 8,67 Euro ab. (APA, 2.1.2014)

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