Deutscher Sechstligist will 60.000 Euro von Real

20. Dezember 2014, 11:26
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Greifswalder SV schickt wegen ausstehender Gelder aus dem Transfer von Toni Kroos von München nach Madrid Mahnung an die Königlichen

Greifswald/Madrid - Der deutsche Sechstligist Greifswalder SV 04 legt sich mit Real Madrid an. Der Verein aus Mecklenburg-Vorpommern fordert im Zuge des Transfers von Toni Kroos von Bayern München nach Spanien im Sommer mehr als 60.000 Euro vom Champions-League-Sieger und hat eine Mahnung geschickt. Das berichtet die "Ostsee-Zeitung".

Bis 2002 spielte Kroos im Trikot des Greifswalder SC. Nach der Insolvenz des Vereins gilt der GSV heute als Rechtsnachfolger. Daher steht ihm ein Teil der Ablösesumme zu, die Real bei der Verpflichtung von Weltmeister Kroos an die Münchner bezahlt hat.

Lauft FIFA-Statuten stehen allen Vereinen eines Spielers, bei denen er ab seinem zwölften Lebensjahr gespielt hat, 0,25 Prozent der Transfersumme pro Spielzeit zu. Drittligist Hansa Rostock, bei denen Kroos zwischen 2002 und 2006 unter Vertrag stand, erhielt daher rund 300.000 Euro der Ablöse in Höhe von rund 30 Millionen Euro.

Eine erste Rechnung habe Real ignoriert. Bleibt es dabei, zieht man rechtliche Schritte in Betracht. "Die folgende Prozedur ginge über die FIFA. Wir würden dann Auflagen prüfen und überlegen, gerichtlich vorzugehen", sagte Vereinschef Michael Lüdeke. (sid/APA/red - 20.12. 2014)

  • Toni Kroos dirigiert seit dem Sommer Real Madrid.
    foto: apa/epa/lizon

    Toni Kroos dirigiert seit dem Sommer Real Madrid.

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