Salzburger Spitalsärzte erhalten höheres Grundgehalt

20. Dezember 2014, 08:31
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Ab 2015 bekommen die an den Landeskliniken tätigen Mediziner höhere Grundgehälter, Salzburg stellt 13,5 Millionen zusätzlich zur Verfügung

Wien/Salzburg - Nach rund fünf Stunden intensiven Verhandlungen haben sich am Freitag die Vertreter des Landes und der Ärzteschaft in Salzburg auf eine Lösung im Gehaltsstreit geeinigt. Ab 1. Jänner 2015 werden die an den Landeskliniken tätigen Mediziner höhere Grundgehälter bekommen, teilte Gesundheits- und Finanzreferent LHStv. Christian Stöckl im APA-Gespräch mit.

Insgesamt wird das Land 13,5 Mio. Euro mehr für die Spitalsärzte zur Verfügung stellen. Davon werden 10,5 Mio. Euro ab 1. Jänner 2015 schlagend, weitere drei Mio. Euro kommen ab 2018 dazu, wenn die Spitalsärzte nur mehr maximal 55 Stunden pro Woche arbeiten. Mit Jahresanfang können die Ärzte im Rahmen von Individualvereinbarungen noch maximal 60 Stunden arbeiten. "Wir haben ein attraktives Angebot gemacht. Ich gehe davon aus, dass es von den Ärzten auch angenommen wird", sagte Stöckl.

Ziel erreicht

"Wir haben unser Ziel erreicht, marktkonforme Verhältnisse bei den Gehältern der Spitalsärzte herzustellen", zeigte sich Ärztekammerpräsident Karl Forstner mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden. Mit diesen Gehältern sei das Salzburger Gesundheitswesen zukunftsfähig, weil man Ärzte nach Salzburg holen bzw. Mediziner hier halten könne. Am Montag um 16 Uhr findet eine Spitalsärzteversammlung an den Landeskliniken statt, bei der das Verhandlungsergebnis den Kolleginnen und Kollegen vorgestellt wird. Ab 7. Jänner können die Mediziner dann über das Ergebnis abstimmen.

Weitgehend einig sind sich das Land und die Vertreter der Ärzte auch beim künftigen Gehaltssystem. Es sehe höhere Anfangsgehälter für neu eintretende Mediziner und einen flacheren Anstieg der Lebensverdienstkurve vor, erläuterte Stöckl. Das neue System soll im Juli 2015 in Kraft treten. Es werde für neue Ärzte, aber auf jene Mediziner, die umsteigen wollen, gelten, sagte Stöckl. "Ich glaube, wir haben eine sehr gute Grundlage für die künftige Arbeit gefunden." (APA, 20.12.2014)

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