Terrormiliz IS baut Cyberdivision und Geheimdienst auf

19. Dezember 2014, 11:01
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Syrische Dissidenten wurden mit Malware attackiert – Terrorbande rekrutiert aktiv Hacker

Die Terrorgruppe "Islamischer Staat" soll mittlerweile auch eine Gruppe an Hackern in ihren Reihen haben. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, machen in Syrien Phishing-Mails die Runde, deren Ursprung die Terrormiliz sein dürfte. So zielten die E-Mails auf syrische Dissidenten, die beispielsweise in der von der IS besetzten Stadt Raqqa Menschenrechtsverletzungen dokumentieren und Informationen nach außen schmuggeln.

Forscher: Nicht von Assad-Regime

Ein Aktivist leitete ein solches E-Mail an eine Hilfsorganisation weiter, schließlich landete die Malware beim renommierten Citizenlab, das für seine Expertise bei Überwachungssoftware bekannt ist. Dessen IT-Forscher stellten fest, dass das Schadprogramm mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit nicht aus der Feder des syrischen Regimes um Diktator Bashar al-Assad stammt. Der Code unterscheide sich zu stark von Malware, die das Regime eingesetzt hatte, sagte ein Forscher zur AP.

Hacker rekrutiert

Terrorismusexperten warnen schon länger davor, dass die Terrorgruppe einen Geheimdienst samt Cyberabteilung aufbauen will. Das Projekt trägt den Namen "Auge des Kalifats", mindestens ein britischer Hacker soll schon rekrutiert worden sein. Er könnte für die jetzt eingesetzte Malware verantwortlich sein, spekuliert AP. (fsc, derStandard.at, 19.12.2014)

  • Die Terrormiliz IS soll einen Geheimdienst aufbauen.
    foto: ap/nasser

    Die Terrormiliz IS soll einen Geheimdienst aufbauen.

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