US-Schauspieler Stephen Collins gibt Kindesmissbrauch zu

18. Dezember 2014, 11:55
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Auch "Neighbours"-Darsteller Jeremy Kewley soll Minderjährige sexuell belästigt haben

Melbourne/Los Angeles - Der amerikanische Schauspieler Stephen Collins (67), bekannt aus der Fernsehserie "Eine himmlische Familie", hat in der US-Zeitschrift "People" über früheren Missbrauch von Minderjährigen gesprochen. Er habe etwas "furchtbar Falsches" getan, zitierte ihn das Blatt am Mittwoch. Collins nimmt Bezug auf drei minderjährige Mädchen, die er zwischen 1973 und 1994 sexuell belästigt habe.

In den letzten 20 Jahren habe es aber keine derartigen Vorfälle mehr gegeben, beteuert Collins. Er bedaure seine damaligen Handlungen sehr. Er habe seither Hilfe gesucht.

Audiomitschnitte aus Therapiesitzung

Collins ging an die Öffentlichkeit, nachdem das Promi-Portal TMZ.com kürzlich Audiomitschnitte aus einer Therapiesitzung mit einem Geständnis von ihm ins Netz gestellt hatte. Die Aufzeichnung habe seine inzwischen von ihm geschiedene Frau im Jahr 2012 gemacht, ohne dass er oder der Therapeut davon wussten, sagte Collins. Das Paar war von 1985 bis 2012 verheiratet.

Collins spielte in der populären TV-Serie "Eine himmlische Familie" von 1996 bis 2007 den liebevollen Familienvater und Pastor Eric Camden. Auch in Serien wie "Die Waltons", "Private Practice", "Drei Engel für Charlie" und in zahlreichen Spielfilmen war er zu sehen.

Kewley in mehr als 100 Fällen angeklagt

Der australische Schauspieler Jeremy Kewley (54) ist einem Medienbericht zufolge wegen sexueller Belästigung von Minderjährigen in mehr als 100 Fällen angeklagt worden. Laut dem Sender "ABC" wurde Kewley am Donnerstag festgenommen und einem Gericht in Melbourne vorgeführt.

Kewley soll im Jahr 2011 Buben unter 16 Jahren zu angeblichen Probeaufnahmen eingeladen haben. Er habe die Minderjährigen gefilmt und unsittlich berührt. Der TV-Star ist aus der Fernsehserie "Neighbours" (Nachbarn) bekannt, in der in den 1980ern auch Popsängerin Kylie Minogue (46) mitgespielt hat. Er muss im März erneut vor Gericht erscheinen. (APA, 18.12.2014)

  • Stephen Collins.
    foto: reuters/phil mccarten

    Stephen Collins.

  • Jeremy Kewley.
    foto: apa/epa/julian smith

    Jeremy Kewley.

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