Fast 30 Tote bei Kämpfen in Zentralafrika

18. Dezember 2014, 13:02
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Zusammenstöße zwischen muslimischen und christlichen Milizen - Tausende Kinder als Kindersoldaten missbraucht

Bangui - In der Zentralafrikanischen Republik sind bei Kämpfen zwischen muslimischen und christlichen Milizen mindestens 28 Menschen getötet worden. Wie ein Polizeivertreter am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP sagte, begannen die Zusammenstöße zwischen Kämpfern der muslimischen Seleka-Miliz und der christlichen Gruppe Anti-Balaka am Dienstag in der Region Mbrés, 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bangui.

Laut einer ersten Bilanz des Roten Kreuzes seien 28 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Durch die Kämpfe wurden hunderte Dorfbewohner in die Flucht getrieben. Am Donnerstag zogen sich die Anti-Balaka-Kämpfer nach Polizeiangaben zurück.

NGO berichtet von Kindersoldaten

Zudem berichtete die Hilfsorganisation Save the Children, dass tausende Kinder in der Zentralafrikanischen Republik als Kindersoldaten missbraucht worden sein sollen. Demnach wurden in den vergangenen zwei Jahren rund 10.000 Buben und Mädchen getötet, vergewaltigt oder durch bewaffnete Gruppen als Kämpfer, Lastenträger, Spione oder Sex-Sklaven benutzt.

Das frühere Rebellenbündnis Seleka hatte im März 2013 den damaligen Staatschef Francois Bozize gestürzt. Der Putsch zog das Land im Herzen Afrikas in eine Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen. In dem Bürgerkrieg wurden tausende Menschen getötet. Ende August wurde eine Übergangsregierung gebildet. Dieser gelang es jedoch bisher nicht, ein Ende Juli getroffenes Waffenstillstandsabkommen zwischen den Bürgerkriegsparteien Seleka und der christlichen Anti-Balaka umzusetzen. Immer wieder kommt es zu tödlichen Gewaltakten zwischen Christen und Muslimen. (APA, 18.12.2014)

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