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Elektronische Tickets für Öffis: Keine Schlangen am Eingang zu Smart Cities

5. Jänner 2015, 00:00

Der öffentliche Nahverkehr spielt eine immer größere Rolle in städtischen Systemen – und je mehr Menschen ihn nutzen, desto wichtiger ist es, den Zugang zu den Öffis effizient zu organisieren. Warteschlangen am Eingang zu Smart Cities würden das gesamte Konzept in Frage stellen.

Die Weltbevölkerung wächst und wächst. Seit 2007 wohnt die Hälfte aller Menschen in Städten. Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen rechnet mit 5 Milliarden Städtern im Jahr 2030. Das werden dann über 60 Prozent sein. Dieser Anteil soll bis 2050 auf 70 Prozent anwachsen.

Daher beschäftigt sich Kapsch nicht nur mit der effizienten Organisation des öffentlichen Nahverkehrs selbst – wie etwa im M2M-Projekt mit den Linz Linien oder mit dem Aufbau eines digitalen Funknetzes für Nexus, einem der führenden Personennahverkehrsbetriebe in Großbritannien – sondern auch mit Systemen für Fahrpreiseinhebung, Zugangskontrolle und Fahrgastinformation. Mitte dieses Jahres hat Kapsch die belgische Prodata Mobility Systems NV, eine Division der Prodata Technology Group erworben, die seit mehr als dreißig Jahren derartige Lösungen anbietet.

Offene Plattform

Die "MobiGuider"-Plattform von Prodata ist ein offenes System, das verschiedenste Funktionalitäten für E-Ticketing (so genannte Automated Fare Collection, AFC), für Fahrzeugortung und -verfolgung sowie für Fahrgastinformationen bietet. Routen-, Fahrplan- und Zahlungsinformationen sowie Echtzeitdaten für Fahrer und Passagiere werden in diesem System gesammelt, aufbereitet und an unterschiedlichsten Punkten zur Verfügung gestellt. Ob auf der Website des Verkehrsbetriebs, in Smartphone-Apps, an Verkaufsstellen oder Displays in Stationen, Leitständen oder den Fahrzeugen: Fahrgäste und auch das Personal bekommen damit alle wichtigen Informationen, die sie benötigen. Die Plattform hat eine serviceorientierte Architektur (Service Oriented Architecture – SOA), die an die jeweiligen Anforderungen des Verkehrsbetriebes angepasst werden kann.

Beispiel Moskau

Besonders eindrucksvolle Beispiele für Automated Fare Collection lassen sich in Moskau finden. Dort wird "MobiGuider" von Mosgortrans, dem größten Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs, eingesetzt und auch bei der Moskauer Metro. In beiden Fällen werden magnetische Smart Cards für den Zugang zu den Verkehrsmitteln verwendet. Die Mosgortrans-Flotte besteht aus rund 9.000 Fahrzeugen (Straßenbahnen, Busse und Trolleybusse), 12 Hauptdepots und 1.400 Verkaufsstellen. Das tägliche Passagieraufkommen übersteigt 8 Millionen. Das Moskauer Metro-Netz verfügt über 280 U-Bahnstationen mit 3.000 Toren und 784 Verkaufsstellen für die Tickets. Die Back-Office-Anwendung verarbeitet rund 10 Millionen Transaktionen pro Tag.

Digitales Netzwerk ergänzt das Verkehrsnetz

Das physische Verkehrsnetz der Verkehrsbetriebe wird bei so genannten ITCS-Lösungen (ITCS steht für Intermodal Transport Control System) um ein digitales Netzwerk ergänzt, das zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten bringt. Die Fahrpläne einzelner Verkehrsmittel wie Bus, Straßenbahn oder Nahverkehrszügen können so besser aufeinander abgestimmt werden. Fahrzeugortung und -verfolgung in Echtzeit liefern sowohl den Betreibern wie auch den Fahrgästen präzise Informationen. Die Vernetzung eröffnet neue Kanäle für den Ticketverkauf. Vor allem aber trägt sie dazu bei, dass sich möglichst keine Warteschlangen bilden und die Passagiere den Eingang zum smarten Nahverkehr rasch und unkompliziert nehmen können.

  • Franky Carbonez (Vorstandsvorsitzender von Prodata Mobility Systems NV) und Dr. Kari Kapsch (CEO von Kapsch CarrierCom)
    foto: kapsch

    Franky Carbonez (Vorstandsvorsitzender von Prodata Mobility Systems NV) und Dr. Kari Kapsch (CEO von Kapsch CarrierCom)

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