Indien: Verkaufsverbot für OnePlus One wegen Cyanogenmod

17. Dezember 2014, 16:38
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Micromax klagt aufgrund von Exklusivvertrag mit Firmware-Entwicklern

Der Schritt von Cyanogen, in Indien einen Exklusivdeal mit dem lokalen Smartphonehersteller Micromax einzugehen, hat nun Konsequenzen für OnePlus. Denn: Micromax konnte vor einem Höchstgericht in Delhi eine einstweilige Verfügung durchsetzen, die ein Verkaufsverbot für das OnePlus One zur Folge hat, berichtet Android Central.

Ursache Exklusivdeal

Damit hat sich Cyanogen nun in Erklärungsnot gebracht, hat man doch vor dem Launch des One zur Jahresmitte eine weltweit gültige, wiewohl nicht exklusive, Vereinbarung mit OnePlus geschlossen, für welches man eine angepasste Version der Android-basierten Cyanogenmod-Firmware entwickelte.

Ursprünglich hätte der Exklusivdeal gemäß Statements von Cyanogen und OnePlus nur dazu geführt, dass jene Käufer, die das One in Indien erwerben, schlichtweg keine Firmware-Updates erhalten. Da OnePlus schon in einigen Wochen eine eigene Android-Adaption auf Basis von Version 5.0 "Lollipop" nachreichen will, wäre dies verschmerzbar gewesen. Der Verkaufsstopp zieht nun allerdings alle indischen Interessenten an dem Smartphone in Mitleidenschaft. Zumindest solange, bis OnePlus sein Smartphone mit der neuen Software ausliefern kann.

Keine Auswirkungen für internationale Käufer

Micromax berief sich bei seiner Antragstellung auf den Exklusivdeal. Das Unternehmen wird voraussichtlich am Donnerstag sein erstes Smartphone mit Cyanogenmod vorstellen.

Für Käufer internationaler Geräte haben diese Ereignisse keinerlei Auswirkung. Hier liefert Cyanogen weiterhin Firmwareupdates, zumindest noch bis Ende 2015. (gpi, derStandard.at, 17.12.2014)

  • Aufgrund des Exklusivdeals von Micromax und Cyanogenmoid darf das OnePlus One in Indien derzeit nicht verkauft werden.
    foto: oneplus

    Aufgrund des Exklusivdeals von Micromax und Cyanogenmoid darf das OnePlus One in Indien derzeit nicht verkauft werden.

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