Aus für Google News: Bis zu 15 Prozent weniger Zugriffe für Spaniens Newsportale

17. Dezember 2014, 13:14
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Konzern stoppte seinen Nachrichtendienst als Reaktion auf "Google-Gebühr"

Wien - Zwischen 10 und 15 Prozent weniger Zugriffe müssen Spaniens Nachrichtenseiten seit dem Stopp von Google News hinnehmen. Das berichtet der Branchendienst turi2 mit Verweise auf eine Analyse des Portals gigaom.com. Analysiert wurden 50 Seiten - von kleinen Portalen bis zu Ablegern größerer Tageszeitungen - allerdings nur an einem Tag und im Vergleich zur Vorwoche.

Das Aus für Googles Nachrichtendienst am Dienstag ist eine Reaktion des US-Internetkonzerns auf die so genannte Google-Gebühr, die in Spanien am 1. Jänner 2015 in Kraft tritt.

Laut der Gesetzesreform müssen Suchmaschinendienste und ähnliche Unternehmen eine Gebühr an Verlage und Autoren zahlen, wenn sie Auszüge aus deren Texten anzeigen. Laut Verlegern ist davon auch die normale Google-Suche betroffen.

Wie viel Traffic von Google News zu den Medienhäusern gelangt, lässt sich allgemein nur schwer festhalten. In Deutschland dürften manche Medienhäuser 30 Prozent oder mehr über Google generieren - Google Suche und Google News.

Traffic über Google News

Medienexperte Adam Sherk von der Define Media Group hat sich vorige Woche dieser Frage in seinem Blog angenommen und 80 vorwiegend US-amerikanische Nachrichtenseiten aus den Bereichen Print, Rundfunk und Digital angesehen. Insgesamt ergibt sich dabei ein Anteil von 12,48 Prozent des gesamten Suchmaschinen-Traffics von Nachrichtenseiten, der via Google News zustande kommt. (red, APA, 17.12.2014)

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